Die Eisbahn kommt auf den Bundesplatz zurück – dank synthetischem Eis
Dringl. interfraktionelle Motion SP/Juso (Beat Zobrist, SP), GB/JA! (Urs Frieden, GB) und CVP (Béatrice Wertli, CVP)
Zurzeit erleben wir den ersten Berner Winter seit langem ohne Eisbahn vor dem Bundeshaus. Das ist ausserordentlich schade. Denn das Kleinfeld und die gemütliche Beiz haben immer viele Menschen erfreut, insbesondere Eltern und Kinder, aber auch Touristinnen und Touristen.
Der Bundesplatz ohne Eisbahn, das ist wahrlich eine unbefriedigende Situation – geschaffen nicht durch eine grundsätzliche Abneigung gegen die Eisbahn, sondern aus finanzpolitischen Erwägungen (der Stadtrat wünschte ein 100%iges Sponsoring statt Steuergelder) und auch aus Trotz gegenüber dem Vorgehen des Gemeinderates (Nachkredit).
Die Mitglieder der stadträtlichen Sportgruppe nehmen jetzt fraktionsübergreifend einen neuen Anlauf: mit „synthice“, dem synthetischen Eis aus Kunststoff, wie es u.a. die Firma GreenIce aus Laufen BL bietet. Siehe www.greenice.biz
Das Fahrgefühl auf der weissen Kunststoff-Unterlage unterscheidet sich für Laien und GesundheitssportlerInnen nicht wesentlich vom Natur- oder Kunsteis. Da auf dem Bundesplatz keine Wettkämpfe, zum Beispiel im Eiskunstlauf, stattfinden, wäre „synthice“ die perfekte Lösung. So oder so ist die moderne Unterlage physiologisch unbedenklich.
Gegenüber dem herkömmlichen Eis haben in anderen Städten bewährte Produkte wie „synthice“ oder „eco-ice“ folgende Vorteile:
- Der Aufbau (innert weniger Stunden) und der Betrieb gestalten sich viel ökologischer, weil sowohl die Eisproduktion als auch eine aufwändige Reinigung wegfallen.
- Es handelt sich hier um eine einmalige Anschaffung, mit einer Lebensdauer von etwa zehn Jahren.
- Das Eisfeld und die Banden können beliebig an andere Orte verlegt werden, sind also das ganze Jahr nutzbar, zum Beispiel für ein Projekt in einem Quartier, auf Spielplätzen, Festen oder für das Sommertraining von Junioren. Dies auch im Sinn des städtischen Sport- und Bewegungskonzepts.
Der Gemeinderat wird beauftragt, das Projekt einer Kunststoff-Eisbahn auf dem Bundesplatz sofort an die Hand zu nehmen, die in Frage kommenden Produkte zu evaluieren, gleichzeitig die Sponsorensuche neu zu aktivieren und dem Stadtrat einen Kredit vorzulegen. Dabei sollen auch Ideen für den Gebrauch der Anlage ausserhalb des Bundesplatzes geprüft werden. Ziel ist, im kommenden Winter (ab Dezember 2012) starten zu können. Es ist davon auszugehen, dass einige bisherige Sponsoren und Partner wieder zu gewinnen sind. Steuergelder sind so wenig wie möglich einzusetzen.
Begründung der Dringlichkeit: Die Eisbahn ist ein grosses Bedürfnis. Mit der Idee eines synthetischen Eisfelds wird eine neue Situation geschaffen. Wir möchten schon für den kommenden Winter bereit sein und deshalb die Planung sofort aufgleisen, auch im Hinblick auf das Budget 2013.
2. Februar 2012
