Holzenergie und Partikelfilter
Frage für die Fragestunde, Märzsession 2006
Sabine Gresch, GB Bern
Holz gilt – oder galt zumindest bis vor zwei Monaten - in der kantonalen Energiepolitik als ökologischer Energieträger Nr. 1. Kurze Transportwege, CO2-Neutralität und der regionalwirtschaftliche Nutzen sprechen für die Holzenergie. Der Boom, welcher sich seit der Erhöhung des Ölpreises bei den Holzheizungen einstellte, wurde diesen Winter mit der Feinstaub-Problematik jäh in Frage gestellt. Es kann davon ausgegangen werden, dass sehr viele Hauseigentümer/-innen und Institutionen, welche als Option auf Holzenergie setzen wollten, sehr verunsichert sind.
Das Grüne Bündnis ist überzeugt, dass es sich der Kanton Bern nicht leisten kann, Holzenergie zu fördern ohne entschieden die Feinstaubproblematik anzugehen.
Der Regierungsrat wird gebeten, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:
1. Lässt sich im Kanton Bern seit Februar ein Einbruch bei der Nachfrage nach Holzheizungen resp. eine Verunsicherung bei Interessenten feststellen?
2. Wie beurteilt der Regierungsrat die Umweltverträglichkeit von Holzfeuerungen im Vergleich zu den Umweltbelastungen anderer Energieträger?
3. Ist der Regierungsrat bereit, angesichts der grossen Bedeutung der Holzenergie für den Kanton, ergänzend zu den Feinstaub-Massnahmen, welche das UVEK plant, aktiv zu werden?
20. März 2006
