Grünes Bündnis Stadt Bern

Mon 20.03.2006

"Wankdorf light": Für einen etappierten und kostentransparenten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Wankdorf

Vorstoss im pdf-Format

Medienmitteilung der Mobilitätskonferenz Bern zum Vorstoss (im pdf-Format)

Dringliche Motion von Sabine Gresch, GBJA; Andreas Hofmann, SP; Lilo Lauterburg, GFL

Der Regierungsrat wird aufgefordert, im Rahmen der Umsetzung des Projektierungsauftrags gemäss Beschluss vom 14.2.2005 folgende Schritte vorzunehmen:

1. Aufzuzeigen, welche Kosten und welchen Nutzen die einzelnen Elemente des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur im Raum Wankdorf aufweisen.
2. Aufzuzeigen, wie die Realisierung des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur im Raum Wankdorf etappiert werden kann.
3. Für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Raum Wankdorf ist, neben dem Antrag für die Finanzierung eines Vollausbaus, auch ein Antrag für die Finanzierung eines Teilausbaus (ohne Bau des doppelstöckigen Kreisels) vorzulegen.

Begründung:
Am 14.2.2005 hat der Grosse Rat einen Projektierungskredit von insgesamt Fr. 8.2 Mio. zugestimmt (Kantonsanteil netto knapp Fr. 5 Mio.), um für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur im Raum Wankdorf ein Projekt zu erarbeiten. Dieses soll im Sommer 2006 öffentlich aufgelegt werden. 2007 wird der Grosse Rat über den Baukredit von brutto mehr als Fr. 100 Mio. entscheiden müssen. Welchen Anteil allenfalls der Bund davon übernehmen wird, ist zurzeit nicht klar.

Gemäss Angaben des Tiefbauamtes des Kantons sollen für den Umbau der Wankdorfkreuzung bereits vor der EURO 08 die Werkleitungen verlegt werden. Anschliessend soll die Tramlinie 9 vom Guisanplatz zur S-Bahnhaltestelle Wankdorf verlängert und der doppelstöckige Kreisel gebaut werden.

Unabhängig davon soll als Nationalstrassenbauprojekt die Verlegung der Autobahnrampen von der Papiermühlestrasse an den Schermenweg erfolgen und weitere Anpassungen, wie der Neubau der Brücke über die Bahngeleise und der Umbau des Knotens Bolligenstrasse/Schermenweg vorgenommen werden.

Die finanzielle Belastung durch all diese Bauten wird für den Kanton und die Gemeinden (Bern, Ittigen, Ostermundigen) sehr hoch sein. Deshalb sind alle Projektelemente bezüglich  Kosten und Nutzen sowie hinsichtlich ihrer Umweltverträglichkeit zu überprüfen. Auf der Grundlage dieser Analysen ist eine Priorisierung und eine kostentransparente Etappierung des Ausbaus vorzunehmen.

Eine Etappierung ist aus wirtschaftlicher Sicht aber auch aus Gründen einer flexiblen und nachhaltigen Verkehrsplanung angezeigt. Zudem ermöglicht ein klar etappiertes Vorgehen eine bessere Berücksichtigung von künftigen Entwicklungen sowohl für die Nutzungen wie auch für die Verkehrsinfrastruktur im Raum ESP Wankdorf.

Begründung der Dringlichkeit:
Die öffentliche Auflage der Strassenpläne soll im August 2006 erfolgen. Dabei muss eine mögliche Etappierung aufgezeigt und berücksichtigt werden können. Daher muss der Grosse Rat spätestens in der Juni-Session über diese Motion diskutieren und entscheiden können.

20. März 2006

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