Bern setzt sich die 2000-Watt-Gesellschaft zum Ziel
Der Stadtrat hat mit 41 Ja-Stimmen zu 27 Nein-Stimmen und 2 Enthaltungen am 1. Juli beschlossen, das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft in der Gemeindeordnung zu verankern und ist damit einer Motion der Fraktion Grünes Bündnis / Junge Alternative JA! gefolgt. Bern reiht sich damit in die Reihe der fortschrittlichen Städte Zürich, Basel und Genf ein.
Die Annahme der Motion führt zu einer Änderung der Gemeindeordnung und zu einer Volksabstimmung. Heute liegt der Energieverbrauch der Berner Bevölkerung auf gleichem Niveau wie derjenige der ZürcherInnen, also bei etwa 6000 Watt pro Person und Jahr. Diese Werte sind zu hoch und tragen zum Klimawandel mit allen bereits heute spürbaren negativen Folgen sowie der beschleunigten Ressourcenverknappung bei.
Der Weg zur 2000-Watt-Gesellschaft ist lang und muss deshalb sofort beschritten werden. Der Stadtrat hat durch die Annahme der Motion klar den Willen geäussert, dass von nun an die Vorgaben der 2000-Watt in alle Projekte (Bauten und Mobilität) einfliessen sollen. Die Stadt Bern hat im Energiebereich bereits einige Innovationen und auch eine Vorreiterrolle aufzuweisen, es ist daher nur konsequent sich die Verringerung des Energieverbrauchs als Ziel zu setzen. Für die Umsetzung sind in Zukunft Kräfte verschiedener Abteilungen der Stadtverwaltung und eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und den anderen Städten notwendig.
