Breiter parteipolitischer Schulterschluss: Nein zur Reitschule-Initiative
Fünfter Angriff auf die Reitschule: Am 26. September 2010 muss die Berner Bevölkerung bereits zum fünften Mal Stellung zur Zukunft der Reitschule beziehen. Dass die Stadtbevölkerung hinter der Reitschule steht, haben die Resultate der letzten vier Volksabstimmungen zugunsten der Reitschule mehr als bewiesen. An der heutigen Medienkonferenz haben Vertreterinnen und Vertreter der Fraktionsparteien (GB, JA!, SP, GFL, EVP, GLP, CVP, BDP) ihre Argumente gegen die Schliessung und den Verkauf des seit 1987 bestehenden Berner Kultur- und Begegnungszentrums Reitschule an den Meistbietenden dargelegt.
Hasim Sancar (GB) bezeichnete die Reitschule als unverzichtbar und betonte, die Reitschule als alternativer Kultur- und Begegnungsort mit ihrem vielfältigen Angebot gehöre ebenso zur Stadt wie zum Kulturplatz Bern. Barbara Streit-Stettler (EVP) wies auf die Bedeutung kultureller Freiräume jenseits von Konsum und Kommerz hin. Ruedi Keller (SP) lobte den hohen Selbstfinanzierungsgrad der Reitschule, die Reitschule erfülle als einzige Kulturinstitution den Leistungsauftrag mit der Stadt zu 100 Prozent. Claude Grosjean (GLP) unterstrich die Einzigartigkeit der Reitschule als vielseitige Kulturinstitution und "echte" Lebensschule, erwartet aber von der Reitschule, dass sie auch Verantwortung übernimmt. Rahel Ruch (JA!) hob die Funktion der Reitschule als Begegnungsort und Betätigungsfeld für Leute mit wenig Mitteln und wenig sozialen Netzen hervor und rühmte sie als einzigartiges alternatives Jugendzentrum. Michael Daphinoff (CVP) zeigte sich von der geleisteten Gratis- und Freiwilligenarbeit beeindruckt, in der Reitschule sei Solidarität keine Leerformel. Martin Schneider (BDP) warnte vor der Gefahr, dass mit einem Verkauf der Reitschule an den Meistbietenden die geplante Aufwertung des Stadtteils (Perimeter Schützenmatte) gefährdet sei. Wird die Reithalle verkauft, würden der Stadt Bern die Einflussmöglichkeiten bei der Gestaltung entzogen. Peter Künzler (GFL) erachtete es als wichtig, dass das Gebäude im Stadtbesitz und als öffentlicher Raum erhalten bleibt und plädierte für einen kritischen und sachbezogenen Umgang mit dem Reitschulbetrieb, die Initiative mache die Reitschule zum Sündenbock.
Es gibt keine Alternative zur Reitschule - Die Initiative "Schliessung und Verkauf der Reitschule!" muss deshalb abgelehnt werden. Für ein 5:0 am 26. September!
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Medienmappe.
