Grünes Bündnis Stadt Bern

Wed 25.08.2010

Ein Ende der Wartelisten – für Qualität und Chancengleichheit

Das Grüne Bündnis unterstützt die Initiative für ein familienfreundliches Bern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kita-Betreuungsplatz einführen will, und sagt Nein zum Systemwechsel der Finanzierung auf ein Betreuungsgutscheinmodell (Gegenvorschlag der SBK). Die Kinderbetreuung ist kein Ort für ideologisch geprägte Experimente, welche auf Kosten unserer Kinder durchgesetzt werden sollen. Der Wechsel auf Betreuungsgutscheine gefährdet einen qualitativ hochstehenden service public.

Das Grüne Bündnis bedauert, dass mit dem Gegenvorschlag der SBK ein Systemwechsel bei der Finanzierung erzwungen wird, ohne die Resultate des Pilotprojektes Betreuungsgutscheine abzuwarten. Von den Befürwortern versprochen wird mehr Wettbewerb mit beschränkten Mitteln. Gutscheinmodelle haben aber eine Kehrseite. Denn Wettbewerb unter den Kitas bringt vor allem Druck auf die Qualität der Betreuung und die Anstellungsbedingungen des Personals.

Für das Grüne Bündnis steht fest: Den langen Wartelisten muss ein Ende gesetzt werden, doch ein bedarfsgerechter Ausbau der Kita-Plätze kann nicht kostenneutral erfolgen. Um einen angemessenen Ausbau zu fördern, muss die Politik gleichzeitig die nötigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Solange aber so viele Plätze fehlen, bringt ein neues Verteilmodell nichts.

Ein besonderes Augenmerk bei der zukünftigen Entwicklung muss auf die Qualität gelegt werden. Eine qualitativ hochstehende familienergänzende Kinderbetreuung gehört zu einem guten service public, der allen gleich offen steht und die soziale Durchmischung fördert. Der Kita wird heute eine zentrale integrative und bildungspolitische Funktion beigemessen: Frühe Bildung fördert die Chancengleicheit.

Die Kinderbetreuung ist kein Ort für ideologisch geprägte Experimente, welche auf Kosten unserer Kinder durchgesetzt werden sollen. Das Grüne Bündnis lehnt deshalb die Gegenvorschläge der SBK und der EDU ab und unterstützt die Initiative für ein familienfreundliches Bern.

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