Grünes Bündnis Stadt Bern

Mon 05.07.2010

StaBe hat ihre Rolle nicht ernst genommen

Der Untersuchungsbericht bestätigt, was das Grüne Bündnis mehrmals kritisiert hat: Beim Bärenpark sind die Fehler nicht einfach so passiert, sondern hatten System bez. Organisation, Kostenkontrollen und Information. Die Rollen waren unklar, die Verantwortlichkeiten diffus. Es fehlte an Transparenz und Rechenschaftsbewusstsein. Nicht einmal die Kostenüberschreitungen reichten aus, um den StaBe-Verwaltungsrat und den CEO von StaBe aus dem Dornröschenschlaf aufzuwecken. Es ist nun an der stadträtlichen Aufsichtskommission, die Versäumnisse und das Missmanagement von StaBe-Verwaltungsrat und CEO zu durchleuchten.

Das Grüne Bündnis nimmt den Administrativ-Untersuchungsbericht BärenPark von U. Hofer zur Kenntnis und bedauert, dass der Bericht vor seiner Veröffentlichung nicht in der Aufsichtskommission behandelt werden konnte.

Wie aus dem Bericht hervorgeht und auch in der Medienmitteilung des Gemeinderates bestätigt wird, sind Fehler bei Organisation, Kostenkontrolle und Information passiert. Der Untersuchungsbericht stellt klar, wer für die unglückliche Abwicklung des Bauprojektes BärenPark verantwortlich ist. Es wäre vor allem an Barbara Hayoz und an der Geschäftleitung der StaBe gelegen, die Projektstrukturen professionell zu klären und die Risiken besser abzuschätzen und zu kommunizieren.

Offenbar wurden verschiedene Gremien (z.B. Lenkungsausschuss, Jour Fix) ohne klare Aufgaben und Pflichtenhefte geschaffen. Auch das Vorgehen in diesen Gremien war merkwürdig. So wurde Reto Nause als Leiter des Lenkungsausschusses ausgerechnet an jene Jour Fix Sitzung vom 11. 5. 2009 nicht eingeladen, als die Kostenüberschreitung von 20 Mio. thematisiert wurde. Aber StaBe-CEO R. Lanzrein nahm an der Sitzung teil, und zwar zum ersten Mal. Und es waren genau diese Überschreitungen, die später unten den Teppich gewischt wurden.

Zu vielen Beteiligten waren ihre Rollen und Verantwortungen im Projekt nicht klar. Spätestens nach Bekanntwerden der ersten Kostenüberschreitung hätte der Verwaltungsrat der StaBe realisieren müssen, dass der Bärenpark nicht zu 100% mit Sponsoringgeldern finanziert werden kann. Ab diesem Moment hätten die normalen Steuerungsmechanismen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung wieder greifen müssen.

Das GB verlangt daher, dass die Rolle der StaBe durch die stadträtliche Aufsichtskommission (AK) durchleuchtet wird. So soll insbesondere überprüft werden, ob das normale Projektmanagement der Stadtbauten professionell genug aufgebaut ist, um vergleichbare Risiken bei anderen Bauprojekten auszuschliessen. Weiter gilt es zu klären, ob die Rückführung der StaBe in die Verwaltung mit diesem Verwaltungsrat realisiert werden kann.

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