Problem (noch) nicht gelöst!
Weiterhin ungenügend kostenlose Veloabstellplätze am Bahnhof:
Der massive Protest der VelofahrerInnen zeigt erste Wirkung: das Halteverbot in der Aarberger- und Neuengasse wird bereits wieder aufgehoben und es sollen je 40 neue Gratisplätze beim Aufgang Neuengasse und in der Aarberger- und Neuengasse geschaffen werden.
Zwar erachtet es das GB als sinnvoll, wenn die zur Verfügung stehenden Abstellplätze nicht durch "Veloschrott" blockiert werden, sondern VelobenützerInnen zur Verfügung stehen. Die Wirksamkeit muss daran gemessen werden, dass es in Bahnhofnähe genügend Veloabstellparkplätze gibt. Dies ist heute klar nicht der Fall (740 gebührenfreie und 200 gebührenpflichtige Plätze gegenüber einer berechneten Nachfrage von mind. 1100 Plätzen). Solange es nicht genügend gebührenfreie Plätze gibt, ist die Umsetzung der repressiven Parkordnung reine Schikane.
Da die Nachfrage insbesondere nach gebührenfreien Aussenplätzen und zwar in nächster Nähe zum Bahnhof besteht, ist der weitere Handlungsbedarf ausgewiesen. Wer den Bahnhof als Umsteigestation zum öffentlichen Verkehr benützt will, hat grosses Interesse, dies möglichst nahe und ohne weitere Fusswege tun zu können. Die wenig benützen Abstellplätze am Bollwerk zeigen, dass diese nicht den Bedürfnissen von VelofahrerInnen im Veloalltag entsprechen.
Die Anliegen der VelofahrerInnen dürfen nicht den gestalterischen Anliegen zur optischen Aufwertung des Bahnhofplatzes untergeordnet werden.
Das Grüne Bündnis fordert die stärkere Attraktivierung des Angebots für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Velo sowie die deutliche Erhöhung der Zahl von VelofahrerInnen (und damit öV-NutzerInnen). Diese Ziele werden mit einer solchen, mit repressiven Elementen versehenen Velo-Parkordnung auf jeden Fall nicht erreicht.
Das vom Gemeinderat beabsichtigte "Augenmass" bedeutet für das Grüne Bündnis ein Moratorium der Sanktionen, bis genügend Veloabstellparkplätze geschaffen werden (und nicht umgekehrt). Das Grüne Bündnis erwartet vom Gemeinderat die Schaffung weiterer kostenfreier Abstellplätze. Die 80 neuen Plätze sind ein erster Schritt. Weitere müssen folgen.
Jacqueline Morgenegg, gb.sekretärin
