Neue Velo-Parkordnung Bahnhof Bern:
Ziel der neuen Veloparkordnung um den Bahnhof Bern muss die Attraktivierung des umweltfreundlichen Transportmittels sein: d.h. mehr Platz für mehr VelofahrerInnen Die neu vorgestellte Velo-Parkordnung bedarf zuerst einer Umgewöhnung bei den Velofahrenden. Begehrte Abstellplätze in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs dürfen von den PendlerInnen neu nur noch zeitlich limitiert benutzt werden. Diese Bewirtschaftung der Plätze verhindert das Belegen der Plätze durch besitzlose Fahrräder und erhöht damit letztlich den Parkraum. Dieser Vorteilmuss für die BenutzerInnen spürbar sein und gilt es auch entsprechend intensiv zu kommunizieren, damit die neue Parkierordnung überhaupt akzeptiert wird.
Das Grüne Bündnis warnt die Behörden jedoch davor, mit der neuen Parkierordnung den VelofahrerInnen Schikanen in den Weg zu legen. Dies wäre für eine wirksame Förderung des Langsamverkehrs kontraproduktiv. Für einen stadtverträglichen Verkehr gilt es, das Velofahren und die kombinierte Mobilität (z.B. Velo/öV) mit sicheren Wegen, genügend Abstellplätzen und attraktiven Angeboten (Velostationen) zu fördern. Nur so kann der Anteil des Umweltverbundes gegenüber dem motorisierten Individualverkehr erhöht werden. Mit hohen Geldbussen und Schikanen, wie dem Aufsägen des Veloschlosses, resp. dem umständlichen Abholen eines abgeschleppten Velos im P&R-Neufeld würde diesem Ziel aber ein Bärendienst erwiesen.
Eine allen dienliche und akzeptierte Bewirtschaftung wird nur dann erfolgreich sein, wenn auch genügend markierte Veloabstellplätze beim Bahnhof zur Verfügung stehen. Dass neuerdings für Motorräder hinter der Heiliggeistkirche und bei der alten Bushaltestelle Burgerspital gar gedeckte Felder markiert sind, widerspricht dem im Stadtrat überwiesenen GB-Motion, wonach zwar Parkplätze für Roller geschaffen werden sollen, dies aber auf Kosten von Autoparkplätzen nicht von Velos.
Das Grüne Bündnis beobachtet die Entwicklungen in Sachen Abstellplätze rund um den Bahnhof und wird gegebenenfalls Druck für zusätzliche Parkfelder machen.
Martina Dvoracek, gb.stadträtin
