Wird die EURO 08 zum finanziellen Eigentor?
Das GB verlangt Aufgabenüberprüfung und neue Kostenaufteilung!
Die Kosten rund um die Euro 08 explodieren und plötzlich soll die Stadt Bern 15 Mio. Franken bezahlen. Das Grüne Bündnis unterstützt die Euro 08, ist aber nicht bereit, dafür unkritisch jeden Beitrag zu leisten. Das GB hinterfragt die Kosten, die gemäss Botschaftsentwurf des Bundesamts für Sport insgesamt für Bund, Kantone und die vier Austragungsorte 203,6 Millionen Franken betragen. Die Euro 08 ist ein internationales, höchst rentables Sportereignis. Zur Kasse müssen in erster Linie der europäische Fussballverband Uefa, der Schweizerische Fussballverband (SFV), die Sponsoren und der Bund gebeten werden.
Notwendiges und Wünschbares sind klar zu trennen. Die Stadt Bern kann in der heutigen finanziellen Situation einen so hohen Beitrag nicht verkraften. Es ist auch nicht einsichtig, wieso dass die Austragungsorte, welche mehr Last tragen als Ruhm ernten werden, nationale Marketingaufgaben finanzieren sollen. Das Grüne Bündnis verlangt eine rasche Aufgabenüberprüfung, mehr Transparenz und eine solidarische Kostenverteilung zwischen den Sportverbänden, Bund, Kanton, Standortgemeinden und ihren Agglomerationen. Das GB reicht dazu im Stadtrat eine Interpellation ein.
Natalie Imboden und Myriam Duc
