Rücktritt von GB-Stadträtin Martina Dvoracek – Nachfolgerin wird Stefanie Arnold
Stadtrat Bern
GB-Stadträtin Martina Dvoracek tritt anlässlich der Stadtratssitzung vom 1. Dezember per Ende 2005 als Stadträtin zurück. Nach 3 ½ Jahren engagierter Stadtratsarbeit hat sie sich aus beruflichen Gründen zum Rücktritt entschieden. Ihre Nachfolge übernimmt Stefanie Arnold.
Martina Dvoracek hat im August 2002 die Stadtratsarbeit aufgenommen und sich als Geografin und Mobilitätsfachfrau sofort als Umwelt- und Verkehrsexpertin einen Namen gemacht. Sie hat das Grüne Bündnis kompetent und mit Erfolg in der Planungs- und Verkehrskommission (heute PVS) vertreten. Bei ihrer politischen Arbeit hat sie geschickt die Anliegen von Umweltverbänden (u.a. IG Velo, WWF, VCS) mit der Parlamentsarbeit vernetzt. Sie hat sich für die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs engagiert, sei es bei den Veloparkplätzen rund um den Bahnhof oder für die Verkehrsberuhigung in den Quartieren. Die Arbeit von Martina Dvoracek hinterlässt nachhaltige Spuren: so geht die inzwischen vom Volk beschlossene Einführung von Mehrwegbechern im städtischen Abfallreglement auf einen Vorstoss von ihr zurück. Auch dass Bern künftig vier autofreie Sonntage erhält, hat sie als Urheberin. Wellen weit über die Stadt Bern hat ihr Vorstoss gegen die Erhöhung der Staumauer im Grimselgebiet geworfen. Mit viel Fachwissen hat sie gegen die Propagandalawine der KWO die Stadtratsmehrheit davon überzeugt, dass sich Bern über das EWB gegen KWOplus (Etappen 3-5) einsetzen soll. Damit kann Bern einen Beitrag für eine nachhaltige Energiepolitik leisten. Das Grüne Bündnis dankt Martina Dvoracek für ihr Engagement und freut sich, dass sie weiterhin als Aktivistin in der GB-Arbeitsgruppe Ökologie aktiv sein wird. Eben: konsequent ökologisch!
Nachfolgerin wird die Religionswissenschafterin Stefanie Arnold (1976). Stefanie Arnold war langjähriges Vorstandsmitglied der Jugendpartei Junges Uri und hat sich dort für die Lancierung einer Volksinitiative für das Stimm- und Wahlrecht von AusländerInnen, aber auch für feministische Anliegen eingesetzt. Zudem war sie Redaktorin der Zeitschrift "Die Alternative". In Bern hat sie neben dem Studium in Religionswissenschaften kulturpolitisch engagiert, insbesondere beim lesbisch-schwulen Filmfestival QUEERSICHT. Das Grüne Bündnis wünscht der neuen Stadträtin einen guten Start!
Natalie Imboden, gb.stadträtin
