Aktionsplan Feinstaub: Endlich handeln – auch in der Stadt Bern
Das Grüne Bündnis ist sehr besorgt über alljährlichen, häufigen und extrem hohen Übertretungen der Grenzwerte für Feinstaub in der Stadt Bern. Die Gesundheit der Bernerinnen und Berner ist gefährdet. Seit Jahren ist das Problem der Auswirkungen von PM10 in der Luft bekannt, doch die zuständige Umweltdirektorin Barbara Hayoz hat bisher keine ernst zu nehmende, wirkungsvolle Strategie vorgestellt. Massnahmen auf freiwilliger Ebene haben viel zu wenig Wirkung. Es braucht viel mehr dazu.
Es braucht konkrete, auch kurzfristig umsetzbare Massnahmen, die auch ein Fahrverbot oder Temporeduktion des motorisierten Individualverkehrs mit einbezieht. Die Stadt Stuttgart (D) sieht ein Fahrverbot für Autos mit hohen Abgaswerten per Sommer 2007 vor, Zürich evaluiert entsprechende Zufahrtsbeschränkungen.
Die GB/JA! Fraktion fordert mit einem Vorstoss, den sie am Donnerstag im Stadtrat einreicht, den Gemeinderat auf, Massnahmen im Bereich von Temporeduktionen, Fahrverboten und Lobbying via Städteverband zur Einführung der Partikelpflicht für Dieselautos etc. ernsthaft zu prüfen und umzusetzen. Bundespräsident Leuenberger hat auf Bundesebene am Montag einen nationalen Aktionsplan gegen Feinstaub vorgestellt, der durchaus wirkungsvoll sein kann. Auch die Städte haben Kompetenzen, die es nun auch gegen individuelle Widerstände umzusetzen gilt - zugunsten des Allgemeingutes Gesundheit. Damit sowohl das winterliche Feinstaub-Kratzen in der Lunge und auch das sommerliche Ozon-Brennen in den Augen endlich aufhört.
