Kein Bildungsabbau auf Kosten von Migrantinnen - das Frauen-Projekt AMIE soll gerettet werden
Ein bewährtes berufsvorbereitendes Projekt für Migrantinnen (AMIE) steht nach sieben Jahren vor dem Aus. Seit 1999 haben 128 Frauen das Projekt AMIE besucht. Die Schwierigkeiten junger MigrantInnen eine Lehrstelle zu finden zeigen, dass im Bereich Berufsbildung und -vorbereitung grosser Handlungsbedarf besteht. Es ist bekannt, dass ein gezieltes Bildungsangebot speziell für Frauen mit Migrationshintergrund sinnvoll und notwendig ist.
Das Grüne Bündnis hält zielgruppenorientierte Projekte – z.B. für Migrantinnen - für sinnvoll und erachtet den Entschluss des Kantons, das berufsvorbereitende Schuljahr für Migrantinnen nicht mehr in der bisherigen Form durchzuführen für unverständlich und falsch. Grossrätin Corinne Schärer reicht nächste Woche am ersten Sessionstag ein dringliches Postulat ein mit dem Anliegen die Aufbauarbeit und das Potential des Projekts AMIE zu erhalten und ein spezielles berufsvorbereitendes Angebot (10. Schuljahr) für Migrantinnen nachhaltig zu sichern. Auch soll der Kanton aufzeigen wie im Kanton gezielt jungen Migrantinnen nach Schulabschluss beim Einstieg in die Berufsausbildung und in den Arbeitsmarkt unterstützt werden.
Auch auf städtische Ebene wird ein interfraktionelles Postulat eingereicht, welches die Stadt auffordert aktiv zu werden. Denn gemäss dem gemeinderätlichen Bericht (November 2005) „Bekämpfung der (Jugend-)Arbeitslosigkeit. Strategien und Massnahmen 2005-2009“ wird sichtbar, dass in der Stadt Bern junge Migrantinnen sehr stark von Erwerbslosigkeit betroffen sind und daher gezielte Massnahmen notwendig sind.
Postulat von Corinne Schärer
Interfraktionelles Postulat Grünes Bündnis/Junge Alternative, SP/JUSO; GFL/EVP
