Grünes Bündnis Stadt Bern

Mon 13.02.2006

Teilverkehrsplan Motorisierter Individualverkehr im Nordquartier:

Konkrete Taten zur Verkehrsberuhigung nötig!

Das Grüne Bündnis ist mit den Schlussfolgerungen des Gemeinderates aus der Mitwirkung zum Teilverkehrsplan Motorisierter Individualverkehr grundsätzlich einverstanden. Bemerkenswert ist der Konsens darüber, dass die Verkehrsbelastung im Nordquartier nicht weiter ansteigen darf. Das GB unterstützt grundsätzlich die Konzentration auf die drei Schlüsselprojekte „Begegnungs-zone Breitenrainplatz“, „Abbau der Trennwirkung der Hauptverkehrsachsen“ insbesondere im Bereich des Nordrings und als wirksame Lärmschutzmassnahme „Nachtsperre Breitenrain“.
Hingegen ist das GB enttäuscht, dass der sich nun schon über Jahre hinziehende Planungsprozess nicht zu konkreteren Resultaten geführt hat. Beschlossen wurden einzig weitere Planungen, Studien und Abklärungen, aber keine konkreten Massnahmen. So wird es kaum gelingen, dem zunehmenden Verkehrsdruck des ESP Wankdorf wirksame Massnahmen zum Schutz vor zunehmen-dem Autoverkehr im Nordquartier entgegenzusetzen. Zudem sollen auch Wabenlösungen weiter verfolgt werden.
Das Nordquartier ist im Kern ein traditionelles Wohnquartier und nur an den Rändern eine Ar-beits- und Veranstaltungszone. Damit die dringend notwendige Verkehrsentlastung aber möglich ist, erwartet das GB vom Gemeinderat umgehend konkrete Taten, die das Quartier vor Verkehr und Lärm schützen, statt endlose Planungsschlaufen.
Die Bürgerlichen müssen nach ihren Beteuerungen rund um die Abstimmung Entsorgungshof jetzt mithelfen, Verkehrsberuhigungsmassnahmen im Norden umzusetzen. Jeder Widerstand gegen eine Verbesserung macht sie vollständig unglaubwürdig.
Die Umsetzung darf dabei nicht an der Finanzierung scheitern, denn statt dass die Stadt Fr. 20 Mio. in einen (kantonalen) Wankdorfkreisel steckt, der das Quartier nicht entlastet, sondern rund 20% Mehrverkehr ins Quartier bringt, soll sie dieses Geld prioritär in die Verbesserung der Wohnqualität im Nordquartier investieren. Ohne Wankdorfkreisel können die notwendigen Massnahmen im Nordquartier umgesetzt werden und endlich die längst fällige Schulwegsicherung verbessert werden. Dabei muss der Kanton beim Basisnetz mithelfen verkehrsreduzierende Lösungen zu finden, statt Mehrverkehr zu produzieren.

Für weiter Auskünfte: Natalie Imboden, GB Stadträtin 079 706 62 84

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