Zweimal JA zur Totalrevision der städtischen Bauordnung - JA zur Wohnstadt Bern (Stichfrage)
Bern ist nicht gebaut! Bern braucht dringend neuen Wohnraum. Das Grüne Bündnis sagt deshalb JA zur Totalrevision der Stadtberner Bauordnung. Die neue Bauordnung fördert das Wohnen, indem sie den Wohnanteil in Wohnzonen erhöht, grössere Balkone und Attikageschosse ermöglicht und den Einbau von Dachwohnungen erleichtert.
Das Grüne Bündnis ist überzeugt, dass mit der neuen Bauordnung eine nachhaltige, ökologische und verkehrspolitisch verantwortungsvolle Stadtentwicklung ermöglicht wird: Durch Überbauungsordnungen können autoarme Überbauungen gefördert werden. Der Schutz der Vorgärten ist gewährleistet. Dank der Hartnäckigkeit des Grünen Bündnis werden MINERGIE-Bauten künftig mit einem Bonus bei den Nutzungsmassen belohnt. Mit der Einführung dieses ökologischen Anreizsystems wird künftig derjenige belohnt, welcher clever baut. Zudem stützt die neue Bauordnung das Prinzip der verkehrsarmen Innenstadt: Neue Parkhäuser dürfen auch weiterhin nur am Stadtrand (Park&Ride-Anlagen) gebaut werden. Das Vekehrsaufkommen um Freizeit- und Verkaufszentren in Dienstleistungszonen wird mit der neuen Bauordnung eingeschränkt. Auch im Bereich des Umweltschutzes bringt die neue Bauordnung eine Verbesserung: Der Gebrauch von sogenannten SkyBeamern, eine Gefahr für Zugvögel, ist künftig in der Stadt Bern verboten.
Stichfrage (für Variante 1): JA zur Wohnstadt Bern
Das Grüne Bündnis freut sich über das lebendige Kultur- und Ausgangsangebot in Berns Altstadt. Heute verfügen 68 Lokale in der Altstadt über generelle Überzeitbewilligungen bis in die Morgenstunden. Weiterhin können Betriebe ohne solche Bewilligung an 24 Tagen im Jahr eine Überzeitbewilligung beantragen. Ausgangsmöglichkeiten wird es auch künftig viele geben. Die Untere Altstadt soll aber auch weiterhin attraktiver Wohnraum bleiben. Mit der Variante 1 wird die Anzahl der Lokale, welche eine generelle Überzeitbewilligung erhalten, auf das heutige Mass beschränkt. Mit dem JA zur Variante 1 priorisiert das Grüne Bündnis die Anliegen der AnwohnerInnen, die verständlicherweise keine zusätzlichen Nachtruhestörungen wünschen. Damit setzt das GB ein Signal für die Wohn(Alt-)Stadt Bern.
