Grünes Bündnis Stadt Bern

Tue 27.11.2007

Aktionstag: „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“

Das Grüne Bündnis ist erfreut, dass sich die Stadt Bern aufgrund eines Vorstosses der Fraktion Grünes Bündnis und Junge Alternative JA! im Berner Stadtrat, der von vielen weiteren StadträtInnen anderer Parteien unterschrieben wurde, und dem Engagement namhafter NGO’s, dieses Jahr auch an der Aktion „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ beteiligt.

 

Am 30. November 2007 wird zwischen 19.00 und 21.00 Uhr der Berner Zytglogge speziell für die Aktion „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“  beleuchtet.

 

Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte lautet: „Jeder hat das Recht auf Leben“. Die Todesstrafe ist eine schwere Verletzung dieses Rechts, sie ist die grausamste und unmenschlichste Bestrafung und ist unwiderruflich. Das Leben ist ein einmaliges Gut, das respektiert werden muss. Deshalb muss die Todesstrafe weltweit abgeschafft werden.

 

Der 30. November ist seit 2002 ein Aktionstag der „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“. Am 30. November 1786 hatte das damalige Grossherzogtum Toskana als erstes Land der Welt die Todesstrafe abgeschafft. An dieses Ereignis anknüpfend, startete die katholische Laienbewegung Sant’Egidio mit Hauptsitz in Rom 2002 die Kampagne „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“.

                       

1977 haben 16, heute bereits 90 Länder die Todesstrafe total und 11 in Friedenzeiten abgeschafft. Noch immer halten aber 64 Staaten an der Todesstrafe fest, 2006 wurde die Todesstrafe noch in 25 Staaten angewendet. Laut Amnesty International wurden im 2006 mindestens 1'591 Menschen hingerichtet und 3'861 zum Tode verurteilt.

 

Erfreulicherweise hat das Third Committee der Uno-Generalversammlung am 15. November 2007 eine Resolution für einen weltweiten Stopp aller Hinrichtungen angenommen. Dieser Entscheid ist ein Meilenstein auf dem Weg zur endgültigen Abschaffung der Todesstrafe. Im Dezember 2007 wird die Uno-Generalversammlung über den Resolutionsentwurf abstimmen.

 

Seit dem Start der Kampagne 2002 haben sich ca. 630 Städte, darunter 34 Hauptstädte, in 50 Ländern der Aktion „Städte für das Leben - Städte gegen die Todesstrafe“ angeschlossen. Auch Schweizer Städte wie Basel, Delémont, Genf, Lausanne, Locarno, Nyon und Frick, Klingnau, Windisch (Aargau) sind mit dabei. Um der Kampagne Öffentlichkeit zu verleihen, soll jedes Jahr am Abend des 30. November ein symbolträchtiges Gebäude in den jeweiligen Städten als Mahnmal zur Abschaffung der Todesstrafe speziell beleuchtet werden.

 

 

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