Der Bahnhofplatz ist nicht unentbehrlich für den Autoverkehr
Die ersten Messresultate – Januar 2007 bis Juni 2007 – liegen nun vor. Die Erhebungen im Januar haben gezeigt, dass bereits weniger als die geschätzten täglich rund 26'000 Motorfahrzeuge über die provisorische Verkehrsführung gefahren sind. Das nun vorliegende Zahlenmaterial zeigt den Wert der kleinen Westtangente auf, aber auch die Umfahrung der Stadt auf der Autobahn. Aus dem Zahlenmaterial ist ersichtlich, dass die Verkehrsmenge bereits vor dem Umbau leicht abgenommen hat es ist jedoch nicht klar ob ein Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr und den Langsamverkehr stattgefunden hat.
Jedoch bietet das Zahlenmaterial eine Grundlage, um Szenarien hinsichtlich eines autofreien oder zumindest verkehrsreduzierten oder -beruhigten Bahnhofplatzes für die Zukunft zu erarbeiten. Ein Bahnhofplatz, der hauptsächlich dem Langsamverkehr und dem öffentlichen Verkehr zur Verfügung steht, ist eine Chance für die Stadt. Aus touristischer Sicht ist ein beruhigter Bahnhofplatz eine attraktive Visitenkarte. Die Bevölkerung erhielte nebst dem Bundesplatz einen weiteren zentralen Stadtplatz zum Flanieren und Promenieren.
Das Grüne Bündnis fordert die Stadt auf, die Beruhigung des Bahnhofplatzes zu prüfen, insbesondere die Umfahrung über die kleine Westtangente. Die Beruhigung des Bahnhofplatzes soll möglichst kostengünstig und weder auf Kosten der Quartierbevölkerung noch durch den Ausbau unterirdischer Kapazitäten (Schanzentunnel) erfolgen.
Das Grünes Bündnis hat ein Postulat eingereicht, dass die Entwicklung und Prüfung von Szenarien für einen autofreien oder autoarmen Bahnhofplatz Bern fordert. Das Postulat ist auf der Website des gb aufgeschaltet: Link zum Postulat
