Einsprache des Grünen Bündnis gegen das Bauvorhaben Wankdorfplatz
Das Grüne Bündnis Stadt Bern (GB) hat aus umwelt- und energiepolitischen Überlegungen grundsätzliche Einwände gegen den Umbau am Wankdorfplatz und verlangt daher, die Baugenehmigung zu verweigern. Das Grüne Bündnis erwartet die grundlegende Überarbeitung des Projekts – mindestens aber die Realisierung von konkreten Massnahmen zur Verbesserung des Projekts. Der Verlängerung der Tramlinie vom Guisanplatz zur S-Bahn-Station Wankdorf steht das Grüne Bündnis positiv gegenüber.
Das Grüne Bündnis ist der Überzeugung, dass der Umbau an der Wankdorfkreuzung der städtischen Umweltpolitik und insbesondere der städtischen Energiestrategie widerspricht. Das Projekt ist ausserdem nicht geeignet, die Erschliessung im Raum Wankdorf nachhaltig zu verbessern. Vielmehr wird mit dem Ausbau der Kreuzung einmal mehr das Nordquartier durch zusätzlichen Verkehr belastet, da das Projekt zu einer Kapazitätserhöhung für die Zufahrt in die Innenstadt führt. Der Umweltbericht zum Richtplanentwurf zeigt auf, dass an den ESP angrenzenden Wohnzonen die Grenzwerte der Lärmschutzverordnung bereits heute überschritten werden und dass die Verkehrszunahme auf den Anschlussstrecken an die Wankdorfkreuzung zu einer weiteren Verschlechterung der Situation führen. Auf Grund dieser grundsätzlichen Einwände steht das Grüne Bündnis Stadt Bern dem Bauvorhaben an der Wankdorfkreuzung ablehnend gegenüber und hat heute eine Einsprache eingereicht. Sollte das Projekt trotzdem bewilligt werden, verlangt das Grüne Bündnis mit mehreren Eventualbegehren, das Projekt für die Wohnbevölkerung im Quartier und für die Umwelt verträglicher zu machen, u.a. durch Tempo 30 auf dem Nordring oder Reduktion des Verkehrsaufkommens auf bestimmten Strassen im Einzugsgebiet des ESP Wankdorf.
