Grünes Bündnis Stadt Bern

Tue 06.03.2007

Massnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit müssen Wirkung zeigen- Problem Job Start

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Vor zwei Jahren haben Stadt- und Gemeinderat auf Druck der rot-grünen Parteien ein Massnah-menpaket gegen (Jugend-)Arbeitslosigkeit beschlossen. Damit hat die Stadt Bern die Brisanz der Jugendarbeitslosigkeit erkannt und verschiedene Massnahmen in die Wege geleitet, die das Grüne Bündnis aktiv unterstützt hat. Diese Bemühungen müssen auf allen Ebenen fortgesetzt werden. Skeptisch war das GB beim Projekt JOB START, welches an der Schnittstelle zur Privatwirtschaft Stellen für Junge schaffen sollte. Gemäss Eigenporträt vertraut Job Start auf ihr „umfassendes Netzwerk mit der Wirtschaft und den Institutionen“.

Mit 1,6 Millionen Franken als Anschubsfinanzierung unter der Federführung der Wirtschaftsförderung wurde das Projekt Job-Start lanciert. Das Resultat ist fatal: Trotz hochdotierter Führungspersönlich-keiten im Verwaltungsrat wie Brigadier Doris Portmann, Ex-Stadtpräsident Klaus Baumgartner und Wirtschaftsförderer Dres von Weissenfluh steht das Projekt nach wenigen Monaten vor dem Aus. Zurück bleibt die Firmenpleite einer Firma, deren Businessplan sich von Anfang an als unrealistisch erwies. Die erwartete Rentabilität war angesichts der Rahmenbedingungen nicht zu erreichen. Ge-mäss Website (http://www.jobstartag.ch/) finanziert sich die Job Start „primär aus Aufträgen und soll ab dem Jahr 2008 selbsttragend agieren. Stadt, Kanton und Firmen aus der Wirtschaft haben die Anschubfinanzierung geleistet.“
Öffentlich werden inzwischen Vorwürfe über interne Missstände, fortlaufende Entlassungen, Unre-gelmäßigkeiten bei den Lohnzahlungen sowie Intransparenz bei den Entscheidungen und im Um-gang mit den Geldflüssen geäussert.

Brisant ist insbesondere das Schicksal der betroffenen Jugendlichen. So ist beispielsweise immer noch die berufliche Zukunft von sieben Lehrlingen nicht geklärt. Für diese Jugendlichen ist ein Traum geplatzt. Hinzu kommt, dass sie anscheinend in dieser Ungewissheit allein gelassen wurden.
Das Grüne Bündnis verlangt, dass für die betroffenen Jugendlichen, aber auch für die sonstigen Mit-arbeitenden so rasch als möglich gute Lösungen gesucht werden, welche ihrem Ausbildungsstand entsprechen. Über die politischen Verantwortlichkeiten bezüglich Trägerschaft und Finanzierung soll eine Interpellation im Stadtrat Klarheit schaffen.

 

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