Grünes Bündnis Stadt Bern

Fri 27.04.2007

Neue Finanzierungsvorschläge für den Ausbau der Kinderbetreuung in der Stadt Bern

785 Kinder warten in Bern auf einen Betreuungsplatz. Der nötige Ausbau der Kinderbetreuung ist aber angesichts des Spardrucks in der Stadt Bern noch nicht gesichert. Die GB-Stadträtinnen Christine Michel und Natalie Imboden machen nun neue Finanzierungsvorschläge und wollen die Berner Arbeitgeber in die Finanzierung der Kinderbetreuung miteinbeziehen. Mit einer Motion fordern sie einen "KITA-Batzen" von der Seite der Arbeitgeber. Ein ähnliches Modell kennt seit dem 1.1.2007 bereits der Kanton Waadt. Damit soll die Kinderbetreuung, welche heute ausschliesslich durch öffentliche Gelder und Elternbeiträge finanziert wird, neu auch durch finanzielle Beiträge der Arbeitgeber mitgetragen werden. So soll der nötige Ausbau der Kinderbetreuung weiter vorangetrieben werden.
 
Mit einer Interpellation hinterfragen die GB-Stadträtinnen Cristina Anliker und Natalie Imboden die von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich hohe Anzahl an Betreuungsangeboten. Der Gemeinderat hat im März 2007 den Bericht „Familienergänzende Kinderbetreuung in der Stadt Bern "Bestandesaufnahme, Zielsetzungen und Massnahmen“ veröffentlicht. Darin wird für jeden Stadtteil das (öffentliche und private) Angebot erfasst und die Nachfrage beschrieben. Der Bericht zeigt, dass in der Stadt Bern das Angebot - sowohl in der vorschulischen als auch im schulbegleitenden Kinderbetreuung - je nach Stadtteil sehr unterschiedlich ist. Die Interpellantinnen wollen vom Gemeinderat wissen, nach welchen Kriterien der geplante Ausbau angegangen wird und ob nicht die Höhe der Elternbeiträge für gewisse Familieneinkommen ein Hinderungsgrund ist, Betreuungsangebote zu benutzen. Die Interpellantinnen befürchten, dass nicht alle Kinder in der Stadt Bern die gleichen pädagogischen und integrationsfördernden Chancen erhalten.

Link zur Motion "KITA-Batzen: Ausbau der Kinderbetreuungsplätze durch Unterstützung der Berner Arbeitgeber"
Link zur Interpellation "Gräben zwischen den Stadtteilen bei der Anzahl Kinderkrippenplätze?"

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