Schöne Visitenkarte!
Ein Sondergefängnis kündet die kantonale Police Bern just zum Wechsel ins Euro08-Jahr den Gästen und Fans aus dem in und Ausland an. Das Grüne Bündnis hält diese sicherheitspolitische Aufrüstung für übertrieben. Den Euro08-Pilgern aus dem Ausland wird als Visitenkarte aus Bern schon heute klar gemacht, was auf sie zukommen kann: polizeiliche Massenabfertigung zu Hunderten in einer Fabrikhalle in einem Berner Wohnquartier. In der Abstimmungsbotschaft zum EURO 08 – Kredit war noch von Fussballfest, welches in Bern steigen soll, die Rede. Auch die wichtigen Impulse für Wirtschaft und Tourismus wurden blumig hervorgestrichen. Das Grüne Bündnis beschleicht das Gefühl, dass sich die EURO 08 immer mehr zu einem Tummelfeld für Polizeieinsatz-Strategen, Scharfmacher und selbsternannte Rambos privater Sicherheitsfirmen mausert. Angesichts dessen scheint es uns doch bei der neuen Police Bern noch einige Luft drin zu haben, der Stadtberner Bevölkerung für die jährlich fast 30 Millionen Franken Leistungsentschädigung noch Einiges an alltäglicheren Sicherheitsleistungen bieten zu können – ohne unnötige EURO-Überstunden. Und den EURO-Kommunikatoren der kantonalen Police Bern empfiehlt das Grüne Bündnis, sich weniger mit Sondergefängnissen zu brüsten, sondern den ausländischen Gästen eine friedlichere Postkarte zum Empfang zu schicken.
Hinweis: Das GB hat zur Frage des Verhaltens der Sicherheitskräfte während der EURO 08 mit einem Vorstoss ein Grundrechts-Monitoring eingefordert:
http://www.gb-aves.ch/gbstadt-bern/vorstoesse/2007/euro-08-grundrechts-monitoring-in-bern/index.html
