Grünes Bündnis Stadt Bern

Fri 07.11.2008

Familienstadt Bern: Grünes Bündnis fordert Investitionen in familienfreundliche Wohnungen

Der vom Grünen Bündnis bereits 2004 geforderte Familienbericht liegt nun vor. (Welche Politik für Familien in der Stadt Bern? Ein Familienbericht mit Strategien und Massnahmen ist notwendig). Das gb. fordert Unterstützung für armutsbetroffene Einelternfamilien, einen Innovationspreis für familienfreundliches Wohnen, Anreize für Unternehmen, Verbilligungen bei Transport und Freizeit und Investitionen in bezahlbaren Wohnraum.

Der Bericht zeigt, dass Bern bereits eine aktive familienfreundliche Politik macht, welche für die rund 13‘000 Familienhaushalte die Lebensqualität verbessert hat. Erwähnenswert ist der Ausbau der Kinderbetreuung, das breite Freizeit- und Spielangebot für Kinder und Jugendliche, die Verbesserung der Schulwegsicherheit und die Realisierung von 50 Begegnungszonen in den Wohnquartieren. Die  rot-grüne Mehrheit betreibt eine moderne Familienpolitik. Dies im Gegensatz zu den bürgerlichen Parteien, welche sich im Wahlkampf mit „moderner Familienpolitik“ schmücken, aber in den letzten Jahren Engagement dafür vermissen liessen und familienfreundliche Projekte (Ausbau Kinderbetreuung, Ferieninseln, Spielangebote) gar bekämpft haben.

Das Grüne Bündnis sieht für die Zukunft Handlungsbedarf:  1. Kindergerechte Wohnquartiere: Es braucht mehr preisgünstigen Wohnraum für Familien und das Wohnumfeld muss kindergerecht und sicher gestaltet sein. Die Stadt soll dafür familienfreundliche Wohnprojekte fördern (z.B. mit einem Innovationspreis) und selber investieren, was auch konjunkturell positive Signale hat. 2. Finanzschwächere Familien haben mit Problemen zu kämpfen. Das gb. fordert Verbilligungen des öffentlichen Verkehrs für Familien und Jugendliche und die Öffnung der „Kulturlegi“ für Familien. Angebote wie Kinderbetreuung oder Freizeit sollen niederschwellig sein, so dass auch Eltern und Kinder aus bildungsfernen Schichten oder mit Migrationshintergrund den gleichen Zugang haben. 3.  Handlungsbedarf besteht  bei Einelternfamilien, welche einen Viertel aller Familienhaushalte ausmachen und sehr stark vom Risiko Armut bedroht sind. Hier ist einerseits die Sozialhilfe gefordert, andererseits sollen auch Alleinerziehende die Chance für Erwerbsarbeit haben. 4. Wichtig ist die Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Väter und Mütter. Hier braucht es konkrete Taten der Berner Wirtschaft (u.a. Teilzeitarbeit für Männer, Vaterschaftsurlaub). Die Stadt Bern soll künftig mit einem Preis für familienfreundliche Berner Betriebe dafür Anreize schaffen.

Das Grüne Bündnis verlangt vom Gemeinderat einen Massnahmenplan, welcher für die nächsten 4 Jahre familienpolitische Prioritäten setzt und Bern als Familienstadt für unterschiedlichste Familienmodelle noch attraktiver macht. Wichtig ist zudem die Vernetzung der verschiedenen AkteurInnen und Lobbyarbeit bei Kanton und Bund.

Kontakt:

Natalie Imboden 079 706 62 84

 

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