Verkehrskompromiss – wer kontrollierts?
Aktion des Grünen Bündnis Stadt Bern zur Parkplatzsituation in der unteren Altstadt
Sehr geehrte Medienschaffende
Gerne möchten wir Sie zu unserer Aktion einladen.
1997 stimmten die Stadtberner Stimmberechtigten dem Verkehrskompromiss zu und beschlossen damit, in der Unteren Altstadt alle oberirdischen Parkplätze in unterirdische Einstellhallen zu verlegen. In der Folge wurden das Casino- und das Metro-Parking erweitert, und nach Abschluss der Sanierung von Kram- und Gerechtigkeitsgasse im Herbst 2005 wurde die ganze Untere Altstadt als Begegnungszone signalisiert.
Am 31.10.2007 sprach der Gemeinderat von einem „letzten Akt im Verkehrskompromiss: 118 oberirdische Parkplätze in der Altstadt werden verlegt“. In den folgenden Tagen wurden die zusätzlichen Parkplätze im erweiterten Rathaus-Parking zur Benutzung freigegeben somit wurden 118 oberirdische Parkplätze in der Herren-, Münster- und Rathausgasse aufgehoben.
Das Parkregime ist somit klar: Westlich der Kreuzgasse gibt KEINE öffentlichen Parkfelder, zudem ist das Regime auf den Parkverbotslinien strenger: Das Parkieren ist nur mit dem Besitz einer Anwohnerparkkarte erlaubt, in der Kramgasse ist sogar diese ungültig. Somit stehen der Öffentlichkeit folgende Anzahl Parkplätze östlich der Kreuzgasse zur Verfügung:
- werktags 0800-1900 Uhr: ca. 66 Plätze (max. 60 Min.)
- sonn- und feiertags 0800-1900 Uhr: ca. 117 Plätze (max. 5h)
- nachts 1900-0800 Uhr: ca. 82 Plätze (zeitlich unbeschränkt)
Das Grüne Bündnis will die Einhaltung des Verkehrskompromisses genau prüfen und führt dafür eine Stichprobe durch.
Datum: Mittwoch 2. April 2008
Zeit: 11.45 Uhr
Ort: Gerechtigkeitsbrunnen
