Grünes Bündnis Stadt Bern

Mon 23.02.2009

Das Grüne Bündnis zur Hochwasser-Schutzlösung: Die Zeche für den vernachlässigten Klimaschutz

Das Grüne Bündnis begrüsst den Entscheid des Gemeinderats. Mit dem Objektschutz werden die bestehenden Quartiere an der Aare vor Hochwasser geschützt und es entsteht ein Mehrwert für die Bevölkerung, da der Aarezugang für die breite Bevölkerung aufgewertet und erweitert wird. Der Stollen bringt keinen Mehrwert und ist viel zu teuer. Auch die Variante Objektschutz kostet viel - es ist letztlich die Zeche, die wir für den vernachlässigten Klimaschutz bezahlen müssen.

Das Grüne Bündnis begrüsst es, dass die Wahl des Gemeinderats auf den Objektschutz gefallen ist. Der Objektschutz ist zwar ein städtebauliches Wagnis, insbesondere für den Aareraum. Aber die bisher vorliegenden Pläne befriedigen auch ästhetisch. Ein Stollen wäre nicht zu finanzieren gewesen.

Der Objektschutz ist eine Reparaturmassnahme gegen den Klimawandel. Das GB will aber vor allem die Prävention fördern und den Klimawandel stoppen. Wir können nicht immer mehr Geld in die Reparatur stecken, sondern brauchen endlich einen radikalen Kurswechsel: Strengste Bauvorschriften, 2000 Wattgesellschaft, massive Investitionen in Alternativenergien, Umsteigen auf umweltfreundliche Verkehrsmittel.

Eine wichtige Präventionsmassnahme gegen Klimaschäden ist die ewb-Initiative (EnergieWendeBern) des Grünen Bündnis, die im letzten November eingereicht wurde. Aber auch die von uns geforderten Massnahmen gegen Luftverschmutzung (Umweltzonen) und für umweltfreundliche Mobilität sind dringend nötig, um weitere Investitionen in teure Schutzbauten zu verhindern.

Das Grüne Bündnis ist bereit, in die historisch gewachsenen Quartiere zu investieren, vor allem in den "Kreativraum" Matte. Es fordert aber auch strenge Auflagen und Nutzungsbeschränkungen für das weitere Bauen in Gefahrenzonen. Es darf nie mehr vorkommen, dass direkt an der Aare Tiefgaragen oder Kellerausbauten bewilligt und dann mit staatlichen Geldern vor Hochwasser geschützt werden. Es braucht wieder mehr Selbstverantwortung und die Einsicht in die Grenzen, die uns die Natur setzt.

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