Schulreglement: Grünes Bündnis lehnt Einführung einer einzigen Schulkommission für die Stadt Bern ab
Für das Grüne Bündnis steht im Vordergrund, dass mit der Revision des Schulreglements die Grundlage für die Umsetzung des Integrationsartikels gelegt wird, so dass alle Kinder weitestgehend in die Regelklassen integriert und dort nach ihren Bedürfnissen unterrichtet werden. Wir sind dagegen, dass die Vorlage mit weiteren Auflagen - wie beispielsweise mit der Einführung einer einzigen Schulkommission für die ganze Stadt Bern - überladen wird. Die Volksschule soll in den Quartieren verankert und nahe bei der Bevölkerung sein. Diese Aufgabe wird von dezentral organisierten Schulkommissionen besser wahrgenommen.
Das Grüne Bündnis setzt sich für integrative Schulmodelle auch auf der Oberstufe ein. Die bisherige Modellvielfalt hat es erlaubt, auch integrative Modelle wie das Modell Twann zu realisieren, in dem alle Kinder in derselben Klasse mit Binnendifferenzierung unterrichtet werden. Einem einheitlichen und integrativen Zusammenarbeitsmodell für die Sekundarstufe 1 könnte das Grüne Bündnis nur zustimmen, wenn Modelle wie das bisherige Modell Twann, aber auch Schulversuche weiterhin möglich sind und lange Übergangsfristen vorgesehen werden. Die konkrete Ausgestaltung des von der Kommission vorgeschlagenen Einheitsmodell ist jedoch völlig unklar und das Grüne Bündnis lehnt dieses ab. Die Modellvielfalt hat sich bewährt und ist besser als eine überstürzte Vereinheitlichung.
