Stadt Bern neu aktiv beim UNESCO-Projekt "Städte gegen Rassismus"
Das Grüne Bündnis zeigt sich sehr erfreut darüber, dass die Stadt Bern der Städte-Koalition gegen Rassismus beitritt und unterstützt den 10-Punkte-Aktionsplan des Gemeinderates mit den konkreten Massnahmen. Der Beitritt der Stadt Bern zum UNESCO-Projekt „ Städte gegen Rassismus“ geht auf einen Vorstoss der Fraktion Grünes Bündnis/Junge Alternative! vom 17. August 2006 zurück.
Das Grünes Bündnis erwartet, dass der Gemeinderat und die zuständigen Stellen die vorgesehenen Massnahmen zügig umsetzen, vor allem auch diejenigen Massnahmen, die neu sind und zusätzlich finanziert werden müssen. Nebst einer breiten und kontinuierlichen Sensibilisierungskampagne gegenüber der Bevölkerung (z.B. Plakatkampagne), innerhalb der Verwaltung (z.B. eine Ansprechsperson oder –stelle), in Schulen (z.B. ein Preis für Initiativen gegen Rassismus) und Freizeitinstitutionen muss die Stadt Bern möglichst rasch Massnahmen in die Wege leiten, um von Rassismus und Diskriminierung betroffenen Menschen in der Stadt Bern gezielter helfen zu können und sie vor weiteren Übergriffen zu schützen.
Rassismus tritt unterschiedlich in Form von Diskriminierung oder Fremdenfeindlichkeit auf und führt immer zu Ausgrenzung, Verfolgung und Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Andersseins, wegen ihrer Hautfarbe, Herkunft und Religion. Um Diskriminierungen auf lokaler Ebene zu bekämpfen, lancierte die UNESCO 2004 die Städte-Koalition gegen Rassismus. Der Beitritt zu dieser Koalition bedeutet in einem ersten Schritt die Unterzeichnung der „Declaration of Intent“. Wenn die Absichtserklärung unterschrieben ist, folgt in einem zweiten Schritt die Unterzeichnung des „Act of Accession and Commitment“. Damit werden sowohl der Beitritt als auch die Verpflichtung für einen 10-Punkte-Aktionsplan bestätigt. Die Stadt Bern hat als erster Schritt die „Declaration of Intent“ unterzeichnet und ihr Beitritt wurde genehmigt.
Das Grünes Bündnis engagiert sich weiterhin gegen alle Formen von Rassismus und Ausgrenzungen von Personen und ist bereit für eine konstruktive Zusammenarbeit mit Institutionen und politischen Gremien.
