Grünes Bündnis Stadt Bern

Fri 26.02.2010

Konstruktives Referendum gegen das städt. Schulreglement: Einheitsmodell „Manuel“ gefährdet integrative Schulmodelle

Für das Grüne Bündnis ist das konstruktive Referendum von SVP, FDP und CVP zum städtischen Schulreglement äussert problematisch. Damit wird die gesetzlich vorgesehene Umsetzung des Integrationsartikels, wie sie im neuen Schulreglement verankert wurde, blockiert. Das konstruktive Referendum führt zu unnötiger Unsicherheit bei den betroffenen Lehrpersonen und Eltern und verzögert den bereits weit fortgeschritten Prozess zur Umsetzung des kant. Integrationsartikels. Das geforderte Einheitsmodell auf der Oberstufe bringt unnötige Reformen, die zum jetzigen Zeitpunkt von den Betroffenen nicht getragen werden. Die Erfahrungen bei Schulreformen zeigen, dass diese nur dann erfolgreich umgesetzt werden können, wenn sie etappiert sind und von den Lehrpersonen auch getragen werden.

Zusammen mit den Fachverbänden setzt sich das Grüne Bündnis für den Erhalt der bisherigen Modellvielfalt in der Oberstufe ein. Diese ermöglicht weiterhin integrative Modelle wie das Modell Twann. Die vorberatende Kommission des Grossrats hat sich im Oktober 2009 dafür ausgesprochen, die Modellvielfalt nicht einzuschränken und den Gemeinden die freie Wahl weiterhin zu ermöglichen. Das konstruktive Referendum hingegen propagiert ein selektives Schulmodell. Befremdlich ist der bürgerliche Vorschlag, Ausnahmen zum Manuel-Einheitsmodell vom Stadtrat beschliessen zu lassen. Damit werden die heute für die Modellwahl zuständigen Schulkommissionen entmündigt, was dem Anliegen einer quartierverwurzelten Volksschule widerspricht.

Das Grüne Bündnis wird sich zusammen mit Fachverbänden und weiteren Interessierten engagiert für eine gute Schule für alle Kinder einsetzen und lehnt das unsinnige konstruktive Referendum aus bildungspolitischen Gründen ab.

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