Als UNESCO-Welterbe besonders verpflichtet: Die Stadt Bern soll dem UNESCO-Projekt „Städte gegen Rassismus" beitreten
Postulat Fraktion GB/JA! (Catherine Weber/Hasim Sancar, GB/Anne Wegmüller, JA!)
Im März 2004 lancierte die UNESCO die internationale Koalition der Städte gegen Rassismus (www.unesco.org/shs/citiesagainstracism). Damit soll ein weltweites Netzwerk von Städten aufgebaut werden, die sich in vielfältiger Art entschieden und kontinuierlich gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit einsetzen.
Das Projekt ist in verschiedene Welt-Teile aufgeteilt, die europäische Koalition wird von der Stadt Nürnberg koordiniert. Mittlerweile sind diesem wichtigen Netzwerk verschiedenste Städte wie Barcelona, London, Paris, Lyon oder Stockholm beigetreten und weitere Städte haben seither eine entsprechende Absichtserklärung (Declaration of Intent) unterzeichnet.
Die Stadt Bern engagiert sich bereits in verschiedensten Bereichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, so u.a. mit der Mit-Finanzierung des ggg-fons.
Trotzdem sind rassistische Übergriffe, Diskriminierung und fremdenfeindliche Handlungen auch auf städtischem Gebiet leider immer wieder Realität. Auch verwaltungsintern muss das Bewusstsein kontinuierlich geschärft werden. Mit einem Beitritt zu der von der UNESCO lancierten Städtekoalition kann die Stadt Bern ein weiteres wichtiges Zeichen setzen, nicht zuletzt weil sie als UNESCO-Welterbe weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist.
Wir bitten daher den Gemeinderat, den Beitritt der Stadt Bern zur European Coalition of Cities against Racism eingehend zu prüfen, unter Einbezug der von der Stadt Bern bereits erfüllten, bzw. noch zu erfüllenden Beitrittskriterien, wie sie von der UNESCO vorgelegt werden (Act of Accession and Commitment - Ten Point Plan).
