Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 08.06.2006

Förderung von Frauen- und Mädchensport in Bern

Postulat Fraktion GB/JA! (Stefanie Arnold, Urs Frieden)

Das Sport-Verhalten und die Sport-Förderung von Frauen und Männern ist nicht identisch. Frauen und Mädchen kommen häufig zu kurz. In der Stadt Bern bietet sich vor allem im Fussball ein trauriges Bild: Trotz grossem Interesse gibt es auf Stadtboden nur einen grossen Verein (FFC Bern), der Frauen- und Mädchenteams stellt. Frauen und Mädchen, die sich - in steigender Zahl - für den aktiven Fussballsport interessieren, sind gezwungen, für Spiele und Trainings nach Worb, Köniz oder Ostermundigen zu reisen. Einer der Gründe ist die bevorzugte Vergabe der Sportanlagen an Männer und Männerteams. Gemäss einer EinwohnerInnen-Befragung werden die Sportanlagen in der Stadt Bern häufiger von Männern als von Frauen benutzt (siehe Facts & Figures. Gleichstellung von Frauen und Männern in der Stadt Bern, S. 36-37, 2006).

Die fehlende Förderung der Frauen im Sport beginnt schon in der Schule und im Kurswesen, wo in der Regel nicht geschlechtsspezifisch geplant wird. Auch da besteht grosser Aufholbedarf.

Wir fordern deshalb den Gemeinderat auf,

1. eine Bestandesaufnahme bezüglich des Mädchen-/Frauensports und der Möglichkeiten einer gezielten Förderung vorzunehmen und den Bedarf für die Stadt Bern abzuklären.

2. aufgrund dieser Bestandesaufnahme ein Konzept zu erstellen, das bedarfsgerecht die Förderung von sportinteressierten Mädchen und Frauen, insbesondere im Schul- und Breitensport, skizziert.

3. die bisherige Vergabepraxis der raren Sportanlagen so zu korrigieren, dass Sportaktivitäten von Frauen genügend Platz erhalten.

4. das Kursangebot der Schulen, des Sportamts und anderer Institutionen unter die Lupe zu nehmen und geschlechtsspezifische Verbesserungen vorzuschlagen.

5. zu dieser Thematik eine Sensibilisierungskampagne zu prüfen.

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