Für weniger Fluglärm über den Dächern von Bern
Motion Fraktion GB/JA! (Stefanie Arnold, Franziska Schnyder)
Die Stadt Bern ist gemäss Handelsregisterauszug von anfangs März 2006 mit alt-Stadtpräsident Baumgartner im Verwaltungsrat der Alpar AG vertreten. Gleichzeitig ist die Stadt Grundeigentümerin des Bodens, auf dem die Pistenverlängerung von 220 Metern gebaut werden soll.
Die Pistenverlängerung führt zu höheren An- und Abflugfrequenzen und erlaubt den Einsatz von Jets und anderen grösserer Flugzeugen. Es wird über den Dächern von Bern zu mehr Flugbewegungen und –lärm kommen.
Der Gemeinderat wird beauftragt, den Vertreter / die Vertreterin der Stadt in der Alpar AG dahingehend zu instruieren, dass
1. die Piste nicht verlängert wird,
2. die Lärmmessungsauflage, die der Alpar AG im Zusammenhang mit der Bewilligung der Pistenverlängerung mit Rekursentscheidentscheid vom 14. April 2003 auferlegt worden war, ohne Verzögerung umgesetzt wird, lautend: “Die Alpar AG wird verpflichtet zur Kontrolle der Lärmberechnungen in den An- und Abflugschneisen sowie im unmittelbar angrenzenden Wohngebiet punktuelle periodische Messungen durchzuführen. Die Messpunkte sind vom Kanton in Absprache mit den vom Fluglärm betroffenen Gemeinden zu bezeichnen. Die Ergebnisse der Messungen sind jährlich zu publizieren.“
3. der Fluglärm nicht weiter zunimmt und die Alpar AG periodisch über die gemäss Betriebskonzession von ihr zu treffenden „besonderen Lärmminderungsmassnahmen“ für die Zeit von 22.00h bis 07.00h orientiert,
4. die An- und Abflugfrequenzen von 75'000 Flugbewegungen mit einem Anteil von 21% Linien- und Charterflugverkehrs gemäss SIL pro Jahr nicht überschritten werden.
Bern, 9. März 2006
