Gräben zwischen den Stadtteilen bei der Anzahl Kinderkrippenplätze?
Interpellation Grünes Bündnis/JA (Natalie Imboden, Cristina Anliker)
Der Gemeinderat hat im März 2007 einen faktenreichen Bericht: „Familienergänzende Kinderbetreuung in der Stadt Bern. Bestandesaufnahme, Zielsetzungen und Massnahmen“ veröffentlicht. Darin wird für jeden Stadtteil das (öffentliche und private) Angebot erfasst und die Nachfrage beschrieben. Der Bericht zeigt, dass die Stadt Bern sowohl in der vorschulischen, wie in der schulbegleitenden Kinderbetreuung in den letzten Jahren das Angebot kontinuierlich ausgebaut hat. Trotz diesen Anstrengungen warten immer noch 785 Kinder auf einen Betreuungsplatz. Zudem ist die Situation je nach Stadtteil sehr unterschiedlich (Grafik gemäss Studie). So ist eine hohe Nachfrage im Vorschulbereich im Stadtteil Kirchenfeld/Schosshalde ausgewiesen. Im Westen von Bern ist zwar die erfasste Nachfrage geringer, aber mit fast 2000 Kindern im Vorschulbereich gibt es nur relativ wenige KITA-Plätze. Zudem ist mit Brünnen der Bau von Familienwohnungen geplant.
Wir bitten den Gemeinderat daher um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Wie schätzt der Gemeinderat die unterschiedliche „KITA-Dichte“ der Stadtteile ein und was sind die Gründe dafür?
2. Nach welchen Kriterien werden in den unterschiedlichen Stadteilen neue Angebote geschaffen?
3. Sieht der Gemeinderat einen Zusammenhang zwischen der jüngst angepassten Tarifordnung für die Elternbeiträge und der tieferen Nachfrage im Stadtteil Bümpliz / Oberbottigen, wo tendenziell mehr Eltern mit tieferen Einkommen leben, und wie gedenkt er dies allenfalls zu korrigieren?
4. Ist sichergestellt, dass dort wo kein Bedarf nach Kinderbetreuung ausgewiesen ist, Kinder adäquat (Eltern, Verwandte, Nachbarschaftshilfe, etc.) betreut sind, oder ist damit zu rechnen, dass Kleinkinder ohne Betreuung sind?
5. Was gedenkt er zu tun, dass Kinder insbesondere in „unterversorgten“ Stadteilen, wie der Stadtteil Bümpliz / Oberbottigen, die gleichen pädagogischen und integrationsfördernden Chancen erhalten wie Kinder in anderen Stadtteilen?
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