Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 06.09.2007

Wer bezahlt für die Entsorgung des Gratiszeitungsabfalls?

Dringliche Interpellation Fraktion GB/JA! (Stéphanie Penher)

Im Herbst werden gleich zwei neue Gratiszeitungen auf den Markt kommen. Eine davon wird morgens gratis in die Haushalte geliefert und im Eingangsbereich der Liegenschaften in Zeitungsständern deponiert. Das Beispiel London zeigt: Ein Viertel des Mülls, der sich täglich auf den Strassen anhäuft, besteht aus weggeworfenen Gratiszeitungen. Nicht selten landen die Gratisblätter auf dem Boden; heute meist noch in den Trams, Bussen und der S-Bahn, ab diesem Herbst wohl vermehrt in der ganzen Stadt. Die vielen Gratisblätter werden unachtsam weggeworfen; dahinter steckt kein böser Wille, sondern pure Gewohnheit. Der Abfall, den die gelesenen und ungelesenen Gratiszeitungen verursachen, wird aber bald zu einem ernsthaften Problem werden.

Das neue Abfallreglement der Stadt sieht eine Regelung nach dem Verursacherprinzip vor, deshalb stellen sich folgende Fragen:

1. Weiss die Stadt, wie gross der Anteil an Gratiszeitungen im täglichen Müll ist?
2. Wie geht die Stadt mit den Abfallbergen, bedingt durch die Gratiszeitungen, um?
3. Welches Konzept wurde mit den Herausgebern der neuen Gratiszeitungen in Bezug auf die geplanten Zeitungsständer in der Stadt vereinbart?
4. Werden die Verlage von Gratiszeitungen bezüglich Littering finanziell in die Pflicht genommen?
5. Wenn ja, sind die bezahlten Gebühren kostendeckend?

Begründung der Dringlichkeit:
Die Gratiszeitung .ch erscheint in zwei Wochen. Das Erscheinungsdatum der Gratiszeitung von Espace Media, Tamedia und BAZ wurde gemäss Medienmitteilung auf diesen Herbst angesetzt.

 

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