Die Berner Fanarbeit muss nach gutem Start gesichert werden
Interfraktionelles Postulat GB/JA!, GFL/EVP, SP/Juso (Stéphanie Penher, GB, Anna Linder/GFL, Stefan Jordi, SP)
Anfang September 2007 haben zwei professionelle Fanarbeiter ihre Arbeit im Stade de Suisse Wankdorf aufgenommen, mit je einem 40-Prozent-Pensum. Hauptaufgabe dieser Fanarbeiter ist es, als Bindeglied zu wirken zwischen den organisierten Fans und den über 35 Fanclubs einerseits, der Stadionverwaltung, dem BSC YB, den Behörden und der (Medien-)Öffentlichkeit andererseits – immer mit dem Ziel, eine gewaltfreie, kreative Fankultur zu fördern. Ähnliche Projekte gibt es in Basel und Luzern. Die Stadt Zürich ist daran, die nötigen Strukturen mühsam wieder aufzubauen, nachdem die erfolgreiche professionelle Fanarbeit bei GC durch Zudrehen des Geldhahns zerstört wurde. Streitpunkt damals war die Beteiligung des Kantons.
In Bern sind die Geldgeber für das jährliche Budget, das 130’000 Franken beträgt, definiert: YB und Stade de Suisse Wankdorf tragen die Hauptlast. Aus dem EURO-Budget (soziale Nachhaltigkeit) steuerte die Stadt in den Jahren 2007 und 2008 je 30’000 Franken bei. Den Rest tragen der Kanton, Stiftungen, Sponsoren und private Spenden.
Weil die Subventionierung durch das EURO-Budget ausläuft, geht es jetzt darum, den Betrieb der erfolgreich angelaufenen Fanarbeit Bern auch durch die Stadt langfristig abzusichern. Die Direktion BSS hat zugesagt, die 30’000 Fr. der Stadt für das Jahr 2009 aus einem Jugendfonds zu sichern. Das bedeutet, dass die Fanarbeit Bern erstmals im Budget 2010 berücksichtigt werden müsste, damit der Beitrag der Stadt analog den anderen Geldgebern, die sich ebenfalls langfristig verpflichtet haben, gesichert ist.
Der Trägerverein der Fanarbeit Bern, in dem neben den Fandelegierten auch StadträtInnen, FanexpertInnen und der EURO-Delegierte der Stadt Bern vertreten sind, sorgt mit seiner zuverlässigen Arbeit dafür, dass die Gelder zweckmässig eingesetzt sind und dass die Fanarbeit kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die bisher geleistete Arbeit und das zu den zahlreichen Fans aufgebaute Vertrauen gibt zu grossen Hoffnungen Anlass. Weitere Information sind auf der Website der Fanarbeit Bern (www.fanarbeit-bern.ch) zu finden.
Wir bitten deshalb den Gemeinderat, eine Subventionierung der Berner Fanarbeit in der Höhe von mindestens Fr. 30’000.- jährlich zu prüfen und diesen Betrag, verbunden mit einem Leistungsvertrag, ab 2010 ins Budget aufzunehmen.
