Aktionsplan Gleichstellung: Pionierinnenrolle ehrt und verpflichtet Bern
Das Grüne Bündnis ist sehr erfreut, dass Bern als erste Stadt einen Aktionsplan Gleichstellung für die Gleichstellung von Frau und Mann erstellt hat. Der Impuls für diesen Aktionsplan hat das Grüne Bündnis vor zwei Jahren mit einem parlamentarischen Vorstoss gegeben (interfraktionelles Postulat: Aktionsplan Gleichstellung vom 1.6.2006). Dass die Gleichstellung von Frau und Mann in der Stadt Bern eine wichtige Priorität ist und Bern in vielen Fragen (u.a. häusliche Gewalt, Lohngleichheit, Verteilung Kulturgelder, Planungsfragen) innovative Pionierarbeit geleistet hat, ist das Ergebnis eines langjährigen Engagements verschiedener AkteurInnen inner- und ausserhalb der Verwaltung und besonders vieler engagierter Feministinnen. Es zeigt sich, wie wichtig eine fachkompetente Fachstelle innerhalb der Verwaltung für die Koordination dieses Prozesses ist.
Die Realisierung der Gleichstellung von Frau und Mann ist für das Grüne Bündnis aber mehr als nur ein Beitrag zur Lebensqualität der BernerInnen. Es geht um gleiche Chancen in Gesellschaft, Politik und Arbeitswelt und den Zugang zu Ressourcen. Es gibt leider immer noch Diskriminierungen und Benachteiligungen (z.B. Migrantinnen, Alleinerziehende, etc). Hier ist neben der Stadt insbesondere auch die Wirtschaft gefordert. Gerade im Bereich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, gleiche Berufschancen und Lohngleichheit für Frauen bleibt in der Arbeitswelt noch viel zu tun. Es ist zu hoffen, dass die Vorreiterrolle der Stadt Anreize für die lokale Wirtschaft und ihre Verbände schafft, hier ebenfalls ihren Beitrag zu leisten.
Für den Aktionsplan Gleichstellung kommt nun der Prüfstein der Umsetzung. Dazu braucht es die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen. Investitionen in die Gleichstellung lohnen sich. Was es mehr braucht, sind Männer, die ihren Beitrag für die Realisierung der Gleichstellung leisten.
