Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 12.06.2008

Ein Dach für den Breitensport!

Interfraktionelles Postulat Stefan Jordi (SP/JUSO), Urs Frieden (GB/JA!)

Am 13. März 2008 lehnte der Stadtrat den Nutzungszonenplan Kleine Allmend ab, mit teilweise sehr unterschiedlichen Argumenten. Einig war man sich darin, dass die Stadt Bern und das Nordquartier im Speziellen dringend zusätzliche Rasenspielfelder für den Breitensport brauchen. Es kann nicht sein, dass Vereine SchülerInnen und Jugendliche abweisen müssen, nur weil sie zu wenig Trainingsmöglichkeiten haben. Zudem besteht ein parlamentarischer Auftrag, in der Stadt Bern neue Rasenspielfelder zu erstellen. Im Nordquartier, wie auch in den übrigen Stadtteilen, bestehen aber dafür kaum mehr ideale, freie Flächen. Bezüglich den Allmenden besteht Uneinigkeit darüber, wo neue Rasenspielfelder realisiert werden sollen: Auf der Kleinen Allmend befürchten die Anwohnenden Mehrverkehr, und ohne Garderoben sind die Gehdistanzen zu den Sporthallen Wankdorf weit. Gegen die Grosse Allmend spricht, dass dort bereits Spielfelder verschiedener Sportarten bestehen, die verschoben oder aufgehoben werden müssten und der Nutzungszonenplan, der vom Volk 2007 angenommen wurde, keine festen Installationen vorsah.

Ein Ausweg aus diesem Dilemma könnte folgende Projektidee sein, die bisher noch nicht diskutiert wurde: Die Überdachung des Autobahnabschnittes zwischen der Grossen und Kleinen Allmend. Darauf könnten zwei bis drei Rasenspielfelder erstellt werden, ohne dass diese das einmalige Landschaftsbild der Allmenden gross tangieren würden. Der Sportbetrieb würde bezüglich Lärmemissionen die in mittlerer Distanz liegenden Wohnquartiere nicht beeinträchtigen. Es ist auch davon auszugehen, dass das gleiche Mobilitätskonzept (Parkierung bei den Sporthallen Wankdorf) wie bei der Nutzungszonenplanung Kleine Allmend zur Anwendung kommen würden. Weitere Vorteile sind:
-    Verminderung der Lärmemissionen der Autobahn für das Burgfeldquartier
-    Schaffen einer Verbindung durch einen Grüngürtel zwischen Kleiner und Grossen Allmend und dadurch Eliminierung der Zerschneidung der beiden Allmenden durch die Autobahn A6
-    Kürzere Wege zu den Sporthallen Wankdorf

Eine Überdachung der Autobahn mit Rasenspielfeldern wird unbestrittenermassen hohe Kosten verursachen. Deshalb ist auf eine Mitfinanzierung durch Sportvereine, insbesondere durch den BSC Young Boys, der seit Jahren Trainingsfelder sucht, hinzuwirken. Ebenso sind Beiträge des Bundes, durch das NASAK (Nationales Sportanlagen-Konzept), durch den Kanton (u.a. Lotteriefonds) und durch den Lärmschutzfonds denkbar.

Der Gemeinderat wird gebeten,
-    die Realisierbarkeit einer Überdachung zwecks Erstellung von Rasenspielfeldern zu überprüfen;
-    eine Schätzung der Kosten zu erstellen,
-    Gespräche bezüglich Mitfinanzierung durch Dritte aufzunehmen.

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