Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 05.06.2008

Langfristige Sicherung der soziokulturellen Angebote auf der Engehalbinsel

 

Interfraktionelles Postulat ( SP/JUSO Miriam Schwarz, GFL/EVP Erik Mozsa, GB/JA Karin Gasser)

Die Engehalbinsel gehört zum Stadtteil 2 (Länggasse und Felsenau). Dieses nördlichste Quartier der Stadt Bern geht in den politischen Diskussionen seit geraumer Zeit etwas vergessen. Dabei existieren dort diverse Probleme. So klagen viele BewohnerInnen im Quartier über mangelnde professionelle Betreuung ihrer soziokulturellen Angebote, die bis anhin mit einem enormen Aufwand von freiwilligen MitarbeiterInnen (7622 Stunden Freiwilligenarbeit pro Jahr geführt werden). Im Quartier sind der Ängitreff für Jugendliche und der Spielbetrieb Tip Top für Kinder vorhanden. In Bälde öffnet auch ein Quartiertreffpunkt seine Tore.

Diese Angebote sind für die Bevölkerung sehr wichtig, die Nachfrage ist groß, doch sie müssen längerfristig gesichert sein und professioneller betreut werden. Die Jugendlichen sind auf eigene Räume, in denen sie unter sich sein können, angewiesen. Der Ängitreff hat aus finanziellen Gründen jedoch keine ansprechenden Öffnungszeiten, das Angebot ist ungenügend. Die finanziellen Unterstützungsbeiträge des vbg für den Stadtteil 2 gehen vollumfänglich an den Länggasstreff, die genannten Aufenthaltsräume gehen leer aus und können sich nur dank Spenden und Beiträgen von kirchlicher Seite über Wasser halten. Die weitere Existenz ist daher mehr als unklar. Für uns steht fest: Auch die Engehalbinsel verdient Unterstützung. Die genannten Quartiertreffpunkte können die im Quartier bestehenden sozialen Probleme (Konflikte im öffentlichen Raum, Vandalismus etc.), die auch von Stadtseite erkannt werden, auffangen und lindern.

Aus diesem Grunde bitten wir den Gemeinderat zu prüfen:

1. Wie und mit welchen finanziellen Mitteln der  Ängitreff für Jugendliche mit attraktiven Oeffnungszeiten und einer professionellen Betreuung langfristig gesichert werden kann.

2. Wie und mit welchen finanziellen Mitteln der Spielbetrieb „Tip Top“ mit personellen Ressourcen ausgestattet und langfristig gesichert werden kann.

3. Mit welchen finanziellen Mitteln der generationenübergreifende Quartiertrefffpunkt gesichert werden kann.

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