Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 12.02.2009

Berufsintegrationscoaching für Jugendliche in der Berufswahlphase: „Frühintervention schafft Integration“

Interfraktionelles Postulat (Cristina Anliker Mansour, GB/JA,  Daniela Lutz, GFL/EVP, Kathrin Bertschy GLP, Kohli Vania CVP/BDP)

Im Sommer 2007 blieben rund 5,5% der AbgängerInnen aus dem 10. Schuljahr BVS (berufsvorbereitendes Schuljahr) ohne Anschlusslösung. 70% der jugendlichen SozialhilfeempfängerInnen in der Stadt Bern haben keine Berufsausbildung.  Das bereits in Planung befindliche Projekt „Case Management“ erfasst Jugendliche ab dem 7. Schuljahr und begleitet sie bei der Berufswahl.

Der Kanton Luzern hat vor 2,5 Jahren das Projekt „Berufsintegrationscoaching“ gestartet, das Jugendliche ohne sichere Anschlusslössung nach dem 8., 9. und 10. Schuljahr identifiziert (die Lehrpersonen melden die Jugendlichen dem Zentrum für Brückenangebote) und bei der Berufswahl intensiv berät und begleitet.
Jugendlichen, die keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss haben, sind später einem markant höheren Erwerbslosigkeit ausgesetzt (>20%), als Jugendliche, die einen Lehrabschluss erworben haben (6%9

Ein „Berufsintegrationscoaching“ in Bern soll zum Ziel haben, die Jugendlichen in einen Ausbildungsplatz (Berufslehre, Attestlehrstelle, Vorlehre usw.) zu integrieren oder über längere Zeit an einen Praktikums- oder Arbeitsplatz zu binden. Es darf nicht als Übergangsangebot (nicht ein neues Projekt, in dem Jugendliche über mehr oder weniger lange Zeit gehütet werden) verstanden werden.Nur so können die Identifikation mit der Berufswelt wachsen und die Jugendlichen ihren  Selbstwert und ihren Wert für und in der Gesellschaft entwickeln.

Wir bitten den Gemeinderat folgende Massnahmen zu prüfen:

1. ob das Kompetenzzentrum Arbeit Bern (KA) so erweitert werden kann, dass ein „Berufsintegrationscoaching“ für Jugendliche ab dem 8. Schuljahr ohne sichere Anschlusslösung durchgeführt werden kann.

2. ob der Kanton die Daten der in der Stadt Bern wohnhaften Jugendlichen ohne Anschlusslösung nach dem 10. Schuljahr zur Verfügung stellen kann.

3. ob auch die Schulen bereit sind Schülerinnen und Schüler zu melden, die des Coachings bedürfen und prüfen, ob sich die geplanten Massnahmen in das Berufswahlkonzept der Schulen integrieren lassen.

 

Thu 12.02.2009

Berufsintegrationscoaching für Jugendliche in der Berufswahlphase: „Frühintervention schafft Integration“

Interfraktionelles Postulat (Cristina Anliker Mansour, GB/JA,  Daniela Lutz, GFL/EVP, Kathrin Bertschy GLP, Kohli Vania CVP/BDP)

Im Sommer 2007 blieben rund 5,5% der AbgängerInnen aus dem 10. Schuljahr BVS (berufsvorbereitendes Schuljahr) ohne Anschlusslösung. 70% der jugendlichen SozialhilfeempfängerInnen in der Stadt Bern haben keine Berufsausbildung.  Das bereits in Planung befindliche Projekt „Case Management“ erfasst Jugendliche ab dem 7. Schuljahr und begleitet sie bei der Berufswahl.

Der Kanton Luzern hat vor 2,5 Jahren das Projekt „Berufsintegrationscoaching“ gestartet, das Jugendliche ohne sichere Anschlusslössung nach dem 8., 9. und 10. Schuljahr identifiziert (die Lehrpersonen melden die Jugendlichen dem Zentrum für Brückenangebote) und bei der Berufswahl intensiv berät und begleitet.
Jugendlichen, die keinen nachobligatorischen Bildungsabschluss haben, sind später einem markant höheren Erwerbslosigkeit ausgesetzt (>20%), als Jugendliche, die einen Lehrabschluss erworben haben (6%9

Ein „Berufsintegrationscoaching“ in Bern soll zum Ziel haben, die Jugendlichen in einen Ausbildungsplatz (Berufslehre, Attestlehrstelle, Vorlehre usw.) zu integrieren oder über längere Zeit an einen Praktikums- oder Arbeitsplatz zu binden. Es darf nicht als Übergangsangebot (nicht ein neues Projekt, in dem Jugendliche über mehr oder weniger lange Zeit gehütet werden) verstanden werden.Nur so können die Identifikation mit der Berufswelt wachsen und die Jugendlichen ihren  Selbstwert und ihren Wert für und in der Gesellschaft entwickeln.

Wir bitten den Gemeinderat folgende Massnahmen zu prüfen:

1. ob das Kompetenzzentrum Arbeit Bern (KA) so erweitert werden kann, dass ein „Berufsintegrationscoaching“ für Jugendliche ab dem 8. Schuljahr ohne sichere Anschlusslösung durchgeführt werden kann.

2. ob der Kanton die Daten der in der Stadt Bern wohnhaften Jugendlichen ohne Anschlusslösung nach dem 10. Schuljahr zur Verfügung stellen kann.

3. ob auch die Schulen bereit sind Schülerinnen und Schüler zu melden, die des Coachings bedürfen und prüfen, ob sich die geplanten Massnahmen in das Berufswahlkonzept der Schulen integrieren lassen.

 

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