Bollwerk, Schützenmatte und Zugangsachsen besser beleuchten
Motion Fraktion GB/JA! (Stéphanie Penher/ Natalie Imboden, GB)
Auf Anlass des GB/JA! Vorstosses vom 26. Oktober 2006 (06.000288): „Umnutzung und städtebauliche Gestaltung der Schützenmatte“ hat das Stadtplanungsamt der Arbeitsgemeinschaft «Boulevard» den Auftrag erteilt, diesen und eventuell auch einen erweiterten Perimeter grundsätzlich zu analysieren und ein möglichst differenziertes Bild davon zu zeichnen, welche Faktoren in diesem städtischen Raum eine zentrale, eine fördernde oder auch hemmende Rolle spielen.
Die Verfasser der Studie halten fest, dass der Raum unbernisch sei und sich markant vom oberen Stadtteil und den angrenzenden Quartieren unterscheidet. Es sei typisch urban, mit der Hektik, die durch die Mobilität verursacht ist, mit der Polyvalenz (auch der Ökonomie), mit Kultur und Verkehr, Passanten und Lärm. Dies ist einerseits eine positive Ausgangslage gleichzeitig aber auch ein Raum der Verunsicherung. Die Analyse weist unter anderem darauf hin, dass die Beleuchtung ungenügend ausfällt, bzw. zu wünschen übrig lässt.
Eine wesentliche Aufgabe der Strassenbeleuchtung ist, als Bestandteil der allgemeinen öffentlichen Sicherheit, die Verbesserung der Verkehrssicherheit aller VerkehrsteilnehmerInnen in der Nacht. An schlecht beleuchteten Strassen leidet das Sicherheitsgefühl; düstere Strassen oder Ecken wirken nicht einladend. Die Art und Intensität der Strassenbeleuchtung ist nach Normen festgelegt. Es obliegt jedoch der Stadt zu entscheiden ob, und wenn ja, auf welche Weise eine Strasse zu beleuchten ist.
Die Autoren der Studie haben Lux-Messungen vorgenommen und damit die Strassen- und Fassadenhelligkeit kartografisch aufgezeichnet (Boulevard, Anhang I, Karten 2-7): Hodlerstrasse, Genfer- und Speichergasse verzeichnen unterdurchschnittliche Lux-Werte. An der Hodlerstrasse und an der Genfergasse kommt hinzu, dass die Fassaden beidseitig dunkel sind, d.h. kein Licht durch Büros oder Schaufenster ausstrahlen. Die Schützenmatte schneidet auch schlecht ab: die Lux-Werte der Strassenhelligkeit fallen sehr tief aus und die einzige Fassade, die Licht ausstrahlt liegt entlang des Bollkwerks, auf der anderen Strassenseite. Zudem erzeugen die Bäume, die jedoch als einzige wenige Grünelemente bestehen bleiben sollen, einen Schattenwurf auf die Schützenmatte.
Die Autoren haben auch festgestellt, dass die Strassenhelligkeit insgesamt abnimmt je weiter die Strassen von der Hauptachse, Markt- und Spitalgasse entfernt liegen. Dabei sind Hodlergasse, Genfer- und Speichergasse Zugangsachsen zur Schützenmatte.
Der Gemeinderat will die langfristige Planung im Areal voraussichtlich ab 2012 initiieren. Das Anliegen dieser Motion ist nicht erst mit der Planung 2012 anzugehen sondern als Zwischenschritt zu einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität im ganzen Perimeter zu realisieren.
Daher wird der Gemeinderat ersucht, aufgrund der Resultate der Studie „Boulevard“ dem Stadtrat ein Beleuchtungskonzept und die dafür notwendigen Finanzbeschlüsse zur Realisierung vorzulegen, das eine bessere Beleuchtung der Hodlerstrasse, Genfer- und Speichergasse, sowie Schützenmatte und Fusswegen hinter der Reithalle vorsieht. Bei den Leuchtkörpern ist auf optimale Energieeffizienz zu achten.
