Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 15.01.2009

Finanzielle Unterstützung der humanitären Hilfe im Gazastreifen

Aufruf

Die Folgen des katastrophalen Kriegs in Gazastreifen sind ein humanitäres Desaster. Seit 27. Dezember 2008 hat die Gewaltspirale in Gaza eine zusätzliche Dynamik bekommen, die Angriffe der israelischen Armee auf die palästinensische Bevölkerung haben über Tausend Tote, mehrere tausend Verletzte gefordert. Die Mehrheit dieser Gewalteskalation sind zivile Opfer, darunter viele Kinder und Frauen. Auch Uno-MitarbeiterInnen die humanitäre Hilfe leisten, bleiben von diesen Angriffen nicht geschont. Sogar Uno-Schulen in Gazastreifen werden bombardiert. Das Vorgehen Israels ist völkerrechtswidrig und gegen die Genfer Konvention, deren Depositarstaat die Schweiz ist. Auch die Raketenangriffe der Hamas auf zivile Zonen in Israel sind inakzeptabel.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) kritisiert, dass die Versorgung der zivilen Opfer in Gaza nicht mehr möglich ist. Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung im Gazastreifen ist durch die dauernden Angriffe stark eingeschränkt, es fehlen Grundnahrungsmittel, medizinisches Material und Personal. Die WHO ihrerseits beanstandet, dass Ambulanzen und medizinisches Personal unter Beschuss geraten.

Trotz all dieser Hindernisse leisten lokale und internationale Nichtregierungsorganisationen mit grossem Engagement zivile und medizinische Dienste, wie beispielsweise das Schweizerische Rotes Kreuz oder die Palestinian Medical Relief Commitees. Viele Organisationen haben Mittel bereitgestellt und rufen zur finanziellen Unterstützung auf, zum Beispiel die Glückskette.

Die unterzeichnenden Stadträtinnen und Stadträte verzichten auf ihr Sitzungsgeld von heute und bitten gleichzeitig den Gemeinderat, einen finanziellen Beitrag an die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Gazastreifen zu bewilligen.

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