Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 15.10.2009

Transparenz im BärenPark-Projekt ist eine Notwendigkeit!

Dringliche Interpellation Fraktion GB/JA! (Hasim Sancar, GB)

 

Der Bärenpark ist finanziell zu einem Fass ohne Boden geworden und wird die Stadt Bern auch in Zukunft stark belasten. Unter CVP-Gemeinderat Guggisberg war noch von 7 bis maximal 8 Mio. Franken Baukosten die Rede. 2006 wurde das Projekt redimensioniert und auf bis 9.71 Mio. Franken veranschlagt. Zusätzlich zur Bauteuerung kamen laufend neue Kosten für die Absicherung der exponierten Lage hinzu, so dass sich die Kostenprognose im Oktober 2008 bereits auf 14.46 Mio. Franken belief. Nun kommen noch einmal Zusatzkosten von 9 Mio. Franken dazu. Es ist stossend, dass die Stabe ein paar Tausend Franken einspart, die es für Sonderbohrungen gebraucht hätte, und so heimlich und wider besseren Wissens Menschenleben und ein ganzes Restaurant gefährdet hat. Die Frage, wer für diese Misere verantwortlich ist, stellt sich nicht erst jetzt. Sie muss aber definitiv jetzt beantwortet werden, denn es geht jetzt auch darum zu entscheiden, wer den grösseren Teil der Baukosten berappen muss und wie in Zukunft grosse Bauprojekte organisiert werden sollen.

Neben den Baukosten schlagen auch die jährlichen Unterhalts- und Betriebskosten zu Buche, die anders als ursprünglich versprochen, nicht kostenneutral sind, sondern bei der Stadt zu erheblichen Mehrausgaben führen. Auch die Sanierung des kleinen Bärengrabens wird zu 100% mit Steuergeldern bezahlt, obschon sie vom Stadtrat weder bestellt noch beschlossen wurde, sondern als „Nebenprojekt“ eigenmächtig von Stadtbauten Bern ausgelöst wurde. 

Deshalb bitten wir den Gemeinderat folgende Fragen zu beantworten:

a) Wie haben sich die Baukostenberechnungen im Laufe der Jahre entwickelt, aufgrund von welchen Erkenntnissen haben sich die Baukosten immer wieder verteuert und welches ist die definitive Bausumme (inkl. Wettbewerb und Vorprojekt), die der BärenPark kosten wird?

b) In welchem Mass haben private Firmen und Spenden an die Baukosten des Bärenparks beigetragen?

c) In welchem Mass haben öffentlich-rechtliche bzw. steuer- oder gebührenfinanzierte Firmen und Organisationen an die Baukosten des Bärenparks beigetragen?

d) Wie hoch waren die jährlichen Unterhalt- und Betriebskosten (inkl. Mieten) des früheren Bärengrabens (im Globalbudget des Tierparks enthalten) und wie teuer werden sie aufgrund der definitiven Bausumme in den nächsten zehn Jahren sein?

e) Um wie viel wird das Globalbudget des Tierparks aufgrund des Bärenpark-Debakels aufgestockt? Und über welches Budget geht die „Miete“ für den kleinen Bärengraben?

f) Wie gross ist das Risiko, dass der Bärenpark mittel- und langfristig einen überhöhten Sanierungs- und Unterhaltsbedarf auslösen wird?

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