Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 04.02.2010

Die perfekte Welle am Schweller

Interfraktionelles Postulat SP/JUSO und GB/JA! (Gisela Vollmer, SP/Aline Trede, GB)

Die Paddler und Surfer in und um Bern wünschen sich schon lange eine Möglichkeit, ihren Sport in Bern ausüben zu können. Im Raum Bern gab es bisher zwei Orte, sog. Playspots, die allerdings durch die letzten beiden Hochwasser stark an Attraktivität verloren haben:

- Die natürliche Welle unter der Eisenbahnbrücke Uttigen: Durch die Veränderung des Flussgrundes beim letzten Hochwasser ist die frühere „Uttigenwelle“ für Paddler und Surfer uninteressant geworden.

- Die Flussverengung unter der Worblaufenbrücke: Auch hier ist die Welle nach dem letzten Hochwasser deutlich kleiner geworden. Ausserdem ist die Stelle sehr schattig, also auch kalt und nass, und nicht sehr gut erschlossen.

Die internationale Freestyle-Weltmeisterschaft, letzten Sommer in Thun, zeigte wieder, dass Paddel- und Surfevents in der Stadt möglich sind und grossen Anklang finden. Siehe hier: www.icf-thun2009.ch/index.php/de/pressecenter/pressebilder.html; http://freecaster.tv/kayak/1008123/Kayak-Freestyle-Worlds-2009-Thun 

Image der Stadt „jung und sportlich“

Eine „Stehende Welle“ mit Surfern und Paddlern ist ein Publikumsmagnet erster Klasse. In der Schweiz gibt es 10'000 aktive Surfer und Bodyboarder, weitere potentielle Interessierte sind Kayakfahrer und Windsurfer (weitere Angaben dazu in der Diplomarbeit von Daniela Ammann).

 

Aufwertung des Naherholungsgebietes „Aareraum“

Durch die Verwendung einer variablen Welle, z.B. mit einem Schlauchwehr, können der Hochwasserschutz und die potentielle Gefährlichkeit der Anlage gesteuert werden: Bei Hochwasser kann der Durchfluss des Wehrs erhöht werden, ausserhalb der Öffnungszeiten wird die Welle „abgestellt“. So wird sichergestellt, dass nur dann Paddler oder Surfer in der Welle sind, wenn sie auch unter fachkundiger Beobachtung stehen. Der Raum ist, da von vielen Orten einsehbar, sehr attraktiv. Paddeln und Wellensurfen sind sehr umweltfreundliche Sportarten. Die Energie der Welle wird vom Fluss sowieso erzeugt, die Belastung der Gewässer und Ufer hält sich sehr in Grenzen. Infrastruktur im Schwellenmätteli und in der Jugendherberge Ein Verpflegungsangebot besteht bereits im Schwellenmätteli. In der Jugendherberge könnten auch Duschen, Umkleideräume und eine Materialausleihe zur Verfügung gestellt werden.

Der Gemeinderat wird gebeten, dem Stadtrat mit einem Bau- und Nutzungskonzept auch die Sicherheit der Surfer, die Zusammenarbeit mit der Jugendherberge, mögliche Auswirkungen auf den Naturschutz sowie mögliche Co-Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Um Kosten zu sparen, müsste eine Prüfung des Projektes „eine Welle am Schweller“ im Rahmen der Hochwasserschutzplanung erfolgen.

 

Zürich; www.limmatwave.ch

München; http://www.rettet-die-eisbachwelle.de/ http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article4193832/Muenchen-plant-Surfer-Welle-in-der-Isar.html

Diplomarbeit Dania Ammann; http://www.limmatwave.ch/LimmatwaveTourismusstudie2005.pdf

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