Patengrosseltern auch in Bern?
Postulat GB/JA! (Natalie Imboden, Jeannette Glauser)
Nicht alle Kinder haben Grosseltern oder die Grosseltern wohnen nicht in der Nähe der Kinder. Längst nicht alle Jungen pflegen Kontakt mit älteren Menschen. Dabei sind neben den Eltern weitere Bezugspersonen von grosser Wichtigkeit für die Kinder. Auf der anderen Seite gibt es Menschen die gerne ihre Lebenserfahrung weitergeben möchten.
In Zürich gibt es das Projekt „Patengrosseltern“. Sowohl Pro Senectute wie auch Stadtzürcher Gemeinschaftszentren vermitteln zwischen Patengrosseltern und interessierten Familien, bringen so Jung und Alt zusammen und vereinen auf andere Weise Menschen verschiedener Generationen (1).
Patengrosseltern ersetzen keine Eltern und keine Kinderbetreuungsangebote. Sie bieten aber viel Potential für individuelle Lösungen. Sie entlasten Eltern bei der Kinderbetreuung und sind bereit regelmässige Kontakte mit den Kindern zu haben. (Abholen von der Krippe, Ausflüge, etc.). Dabei steht die Beziehung zum Kinder im Mittelpunkt (sie übernehmen keine Hausarbeiten).
Beim Züricher Projekt Patengrosseltern werden Menschen zwischen 45 und 69 Jahren gesucht, die längerfristig Bezugspersonen für Kinder werden wollen und ihre Lebenserfahrung einbringen wollen. Die Projekte bieten die Vermittlung und ein erstes Kennenlernen zwischen den Patengrosseltern und den Familien. Zudem gibt es freiwillige Weiterbildungsmöglichkeiten.
Der Gemeinderat wird gebeten folgende Punkte abzuklären:
1. Wie in Bern ein Projekt Patengrosseltern eingeführt werden kann.
2. Bei möglichen Projektträgern (u.a. Pro Senecture, Pro Juventute, Kirchen, etc) für ein solches Projekt zu werben.
3. Den Einbezug der städtischen Gemeinwesenarbeit in ein Projekt Patengrosseltern zu prüfen.
4. Nötigenfalls städtische Unterstützung für die Lancierung eines bernischen Patengrosselternprojekts zu leisten.
5. Darauf zu achten, dass sowohl Männer wie auch Frauen Patengrosseltern werden.
(1) www.gz-zh.ch/media/1_dokus/prospekt_Patengrosseltern.pdf
