Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 11.03.2010

Projekt Brachland auf der kleinen Allmend prüfen

Postulat Fraktion GB/JA! (Stéphanie Penher, Jeannette Glauser, GB)

Das Parlament hat den Projektierungskredit 1. Etappe zur Nutzungsplanung Allmenden angenommen. Die Umsetzung der angestrebten Massnahmen soll angesichts der Prioritäten und der Synergien in vier Bausteine aufgeteilt werden. Der Kinderspielplatz, welchem aus Sicht des Quartiervereins Burgfeld hohe Priorität beigemessen wird, soll erst in der 3. Etappe umgesetzt werden. Damit die Kinder nicht länger auf die Spielmöglichkeit verzichten müssen, gibt es folgende Zwischenlösung:

Der Begriff Brachland evoziert Flächen, welche ihre ursprüngliche Bedeutung verloren und ihre neue Bestimmung noch nicht gefunden haben. Diese Flächen sind also per Definition nicht kultiviert, es ist ihnen weder eine Nutzung, noch ein Zweck zugeordnet. Dieser spezielle „Schwebezustand“ von Brachen bietet Lebensgrundlage in vielerlei Hinsicht.

· Als polyfunktionaler Raum kann er die unterschiedlichsten Aktivitäten der verschiedensten Bevölkerungs- und Altersgruppen beherbergen, kann Fussballplatz, BMX-Bahn, Brätli-Platz, Spazier- oder Liegewiese sein; eines nach dem andern oder gleichzeitig.

· Nicht kultiviert bietet er verschiedenen, sonst kaum mehr anzutreffenden Pflanzen und Tierarten eine Heimat und kann so als ökologische Ausgleichsfläche betrachtet werden.

Das Beste daran ist, dass sich diese beiden Lebensgrundlagen nicht nur nicht in die Quere kommen, sondern sogar ergänzen: Einerseits bringt eine rege Nutzung der Fläche es mit sich, dass der Boden stets wieder neu aufgemischt wird, und so Pionierpflanzen immer wieder eine neue Grundlage antreffen, wo sie sich entfalten können. Andererseits lädt die wildnishafte Natur auch immer wieder zur Beobachtung ein.

Der Gemeinderat wird gebeten, zusammen mit der Bevölkerung und der IG brachland auf der kleinen Allmend das Projekt Brachland zu prüfen und, wenn sich die Bevölkerung dafür ausspricht, umzusetzen.

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