Sanierung der Stadttangente Bern: Wie steht es mit dem Quartierschutz in der Äusseren Enge und im Rossfeld?
Dringliche Interpellation Fraktion GB/JA! (Stéphanie Penher, GB)
Der Autobahnabschnitt zwischen der Verzweigung Weyermannshaus und dem Wankdorfdreieck – Stadttangente – wird vom 1. März bis November 2011 vom Bund saniert. Der Verkehrdruck auf einzelnen Achsen des städtischen Strassennetzes wird unweigerlich zunehmen. Aus diesem Grund hat die Stadt Bern flankierende Verkehrsmassnahmen mit dem Astra ausgehandelt. Die Massnahmen dienen dazu, die negativen Auswirkungen des voraussehbaren Ausweichsverkehrs auf die (Wohn-)Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmenden in Grenzen zu halten.
Durch die Äussere Enge und dem Rossfeld führt eine Querverbindung, die trotz dem Neufeld-Tunnel von Automobilistinnen und Automobilisten als Schleichweg Richtung Zollikofen und Bremgarten genutzt wird. Die ungenügende Signalisation bei der Autobahnausfahrt – es steht lediglich Bern auf den Schildern – führt dazu, dass der Durchgangsverkehr nach Zollikofen und Worblaufen wie gewohnt via Äussere Enge und Rossfeld fährt. Zudem belasten ortsunkundige Fahrerinnen und Fahrer die Quartiere, weil bei Staumeldungen auf der Autobahn der GPS die Route über die Äussere Enge und das Rossfeld angibt. Dieser unnötige Verkehr gefährdet die Kindern aus den Kindergärten im Rossfeld und an der Bonstettenstrasse, die nach dem Unterricht die Kita Röseligarten besuchen und dafür die Reichenbachstrasse an unübersichtlichen Stellen überqueren müssen.
Die Äussere Enge und das Rossfeld werden mit Beginn der Autobahnsanierung in hohem Masse vom ausweichenden Verkehr betroffen sein. Deshalb wird der Gemeinderat gebeten, folgende Fragen zu beantworten:
1. Im März beginnt die Sanierung der Stadttangente Bern, es muss mit massivem Schleichverkehr gerechnet werden. Worauf stützen die Verkehrsplaner ihre Annahme, dass die Automobilisten welche den zu erwartenden Stau zwischen den Ausfahrten Forsthaus und Neufeld, via Bremgartenstrasse umfahren, im Neufeld wieder auf die verstopfte A1 zurückkehren?
2. Ist die Stadt bereit, an der oberen Reichenbachstrasse und an der Studerstrasse eine Temporeduktion auf Tempo 30 zu prüfen und zu realisieren? Wenn nein, weshalb nicht?
3. Was unternimmt die Stadt um die Bewohner des Rossfelds aber auch des Quartiers in der äusseren Enge während der Sanierung der Stadttangente vor Umgehungsverkehr zu schützen?
4. Ist die Stadt bereit, während dieser Zeit am Kreisel beim Knoten Neufeld eine Sackgasse zu signalisieren? Wenn nein weshalb nicht?
