Grünes Bündnis Stadt Bern

Tramgleise, Verbesserungen für Velofahrende

Postulat Fraktion GB/JA! (Aline Trede, GB)
Im Gegensatz zum motorisierten Individualverkehr braucht der Veloverkehr wenig Platz, er verursacht weder Luftverschmutzung noch Lärm, trägt nicht zur Klimaerwärmung bei und benötigt keine nicht erneuerbaren Energien. Auch garantiert die Fortbewegung auf dem Zweirad ein Minimum an täglicher Bewegung, was Gesundheitskosten senkend wirkt. Kurz: Das Velofahren sollte unbedingt gefördert werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Velofahrerinnen möglichst sicher durch die Stadt fahren können. Aus diesem Grund ist das Abschneiden von Velowegen durch Autos und Lastwagen möglichst zu verhindern, indem besser auf den bestehenden Velostreifen hingewiesen wird. Auch sind Lösungen für die Kreuzungen zwischen Velorouten und Tramgeleisen zu finden, da Tramgeleise eine erhebliche Gefahr für Velofahrerinnen darstellen. Im Falle der Geleise besteht zudem ein gewisses ökonomisches Anreizproblem: Da der Tramgleismarkt sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite sehr monopolistisch ist, funktioniert der Markt schlecht und es besteht wenig Anreiz zur Entwicklung von innovativen Lösungen für veloverträgliche Tramgleise.

In diesem Zusammenhang wird der Gemeinderat gebeten, folgende Punkte zu prüfen:

1. Die gelben Velostreifen an Stellen, wo diese Markierung von Autos und Lastwagen häufig nicht beachtet wird, mit baulichen Elementen (oder mit für Autos spürbaren Widerständen) zu verstärken.

2. Eine Zusammenstellung der neuralgischen Stellen in der Stadt Bern zu erarbeiten.

3. Die Stückkosten in Erfahrung zu bringen und die Kosten für die Verwendung dieser Elemente an allen neuralgischen Stellen zu berechnen.

4. Die Planung zur Verwendung solcher Elemente in Angriff zu nehmen.

5. Tramgleise einzuführen, welche durch technische Ergänzung die Tramgleise velofreundlicher gestalten, damit schräge Überquerung für Velofahrer keine Gefahr darstellen.

6. Die Kosten für solche „velofreundlichen“ Geleise zu berechnen (Stückkosten und Kosten für die Verwendung dieser Elemente an allen neuralgischen Stellen).

7. Die neuralgischen Stellen, also kritische Überschneidungen von Velowegen und Tramgeleisen, in einer Übersicht zusammenzustellen.

8. Die Planung zur Verwendung solcher velofreundlicher Gleisabschnitte in Angriff zu nehmen.

9. Velofreundliche Geleise bereits beim Tram Region Bern zu berücksichtigen.

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