Grünes Bündnis Stadt Bern

Thu 20.05.2010

Wie unterstützt der Gemeinderat die Forderungen nach Lärmschutzmassnahmen in der Engehalbinsel?

Interpellation Fraktion GB/JA! (Stéphanie Penher, GB)

Seit 1. März 2010 sind die zweijährigen Hauptarbeiten zur Gesamterneuerung Stadttangente Bern im Gang. Kernstück der Sanierung ist der sechsspurige Felsenauviadukt, der unter vollem Verkehr saniert werden muss. Die Stadttangente gehört im Abschnitt Neufeld-Wankdorf mit täglich rund 100'000 Fahrzeugen zu den meistbefahrenen Strecken im Schweizer Nationalstrassennetz. Mit der bevorstehenden Sanierung, so versprechen die Behörden, soll der Autobahnabschnitt modernen Anforderungen in Sachen Sicherheit und Umweltverträglichkeit angepasst werden. Für die Stadttangente Bern liegt ein Lärmsanierungsprojekt vor, das dafür sorgt, dass die gesetzlich vorgeschrieben Lärmgrenzwerte eingehalten werden. Die darin enthaltenen Massnahmen werden im Rahmen der Gesamterneuerung realisiert. Erst nach Abschluss der Arbeiten wird das ASTRA eine Erfolgskontrolle durchführen und Nachbesserungen veranlassen, falls die Werte nicht eingehalten werden. (siehe unter www.stadttangentebern.ch)

Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat im Rahmen der Sanierung der Autobahn A1 zwischen der Verzweigung Weyermannshaus und dem Wankdorfdreieck – der Stadttangente Bern – für den Bereich Ittgrabenbrücke bis Felsenauviadukt nordseitig keine durchgängige Lärmschutzwand vorgesehen. Die Wohnquartiere der Engehalbinsel leiden bereits seit Jahren unter dem unzumutbaren Verkehrslärm der A1. Mit dem Bau einer Lärmschutzwand kann die Lebensqualität in den Quartieren der Engehalbinsel stark verbessert werden. Am 7. Mai hat der Leist der Engehalbinsel dem Bundesamt für Strassen ASTRA eine Petition überreicht, um ihren Forderung nach verbessertem Lärmschutz Nachdruck zu verleihen.

Der Gemeinderat wird gebeten, zu folgenden Fragen Position zu beziehen:

1. Sind dem Gemeinderat die Forderungen der oben erwähnten Petition bekannt?
2. Wie setzt sich der Gemeinderat für die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner ein?
3. Ist der Gemeinderat gewillt, einen Prozess einzuleiten, der zusammen mit dem ASTRA und den Anwohnenden eine Lösung des Lärmproblems bietet?

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