Einreichung der Petition «Nein zum Bärenpark-Wahnsinn»

Medieneinladung Grünes Bündnis, Alternative Linke, Junge Alternative JA!

Nur zwei Wochen nach der Lancierung überreichen das Grüne Bündnis, die Alternative Linke und die Junge Alternative JA! mit den anderen unterstützenden Organisationen (Tier im Fokus, Grüne alternative Partei und Grüne Freie Liste) die Petition mitüber 2‘000 Unterschriften.

Die zahlreichen Unterschriften in so kurzer Zeit sprechen eine klare Sprache: die Erweiterung des Bärenparks am Aarehang geht an der Bevölkerung vorbei. Der Gemeinderat ist aufgefordert, das Vorhaben zu stoppen.

Die Petition wird am Donnerstag, 19. Dezember 20129, um 12.15 Uhr, beim Erlacherhof an der Junkerngasse 47, an Reto Nause übergeben. Die Übergabe bietet gutes Fotomaterial.

Der Tierpark Dälhölzli will für den Tourismus Jungbären züchten. Das braucht mehr Platz. Deshalb soll einerseits der bestehende Bärenpark am Aarehang vergrössert und andererseits im Gantrischgebiet eine Zweigstelle mit drei weiteren Gehegen eröffnet werden. Eine Machbarkeitsstudie hat mehrere mögliche Standorte ausgewählt. Sie ist nun in den nächsten drei Monaten beim Kanton zur Vorprüfung. Das GB, die AL und die JA! lehnen dieses Vorhaben aus tierethischen, finanziellen, raumplanerischen und touristischen Gründen ab.

Jungbären gehören in die freie Wildbahn und nicht hinter Gitter

Tiere zu züchten, um sie in Gehegen zu halten und damit Besucher*innen anzulocken, ist ein veraltetes und ethisch fragwürdiges Konzept. So werden Bären für touristische Zwecke instrumentalisiert. Anstatt Bären für den Zoo zu züchten, sollten wir besser einen guten Umgang mit den Bären finden, die seit einiger Zeit wieder in die Schweiz einwandern.

Kein zweites finanzielles Fiasko

Nach massiven Kostenüberschreitungen konnte der Bärenpark 2009 eröffnet werden. Statt wie ursprünglich geplant 9,7 Mio kostete der Bärenpark 21,3 Mio Franken. Die Erweiterungspläne 10 Jahre nach diesem finanziellen Fiasko sind unverschämt. Zudem muss Bern dringend andere Investitionen in Schulhäuser und die Sanierung von Sportanlagen tätigen.

Aarehang als Naherholungsgebiet erhalten

Der Aarehang ist ein wichtiges Naherholungsgebiet von Bern. Zusätzliche touristische Infrastruktur schränkt die Erholungsnutzung ein und kann zu «Overtourismus» führen.

Jungbärli sind kein nachhaltiger Tourismus

Seit 2019 will die Organisation «Bern Welcome» den Berner Tourismus reformieren: Er soll nachhaltig, innovativ und authentisch sein. Jungbärli zu begaffen und wieder in den Car einzusteigen gehört nicht dazu.

Weitere Auskünfte:

Lea Bill, Co-Fraktionspräsidentin Grünes Bündnis Bern/JA!, 077 431 46 86

Seraina Patzen, Stadträtin Junge Alternative JA!, 076 349 07 22

Eva Gammenthaler, Stadträtin Alternative Linke, 076 405 72 53