Konsequenzen aus den Geschehnissen rund um das Spiel YB – Roter Stern Belgrad

Kleine Anfrage Fraktion GB/JA! (Ursina Anderegg/Lea Bill, GB):

Die Fans der Fussballmannschaft Roter Stern Belgrad machten rund um das Spiel am 21. August 2019 ihrem Ruf alle Ehre: sie zeigten den Hitlergruss, schlugen mit Schlagstöcken und Glasflaschen auf Passant_innen ein und bewarfen Gäste eines Restaurants mit Bierdosen, weil ihnen die am Haus hängende Regenbogenfahne nicht passte. Die Polizei schien mit der Situation überfordert zu sein und war offensichtlich nicht in der Lage, die Bevölkerung vor den Fans zu schützen. Aufgrund der Tatsache, dass die Fans von Roter Stern Belgrad sowohl für ihre rechtsradikale, homophobe Gesinnung wie auch für die hohe Gewaltbereitschaft bekannt sind, und verbunden mit den Geschehnissen am 21. August 2019, bitten wir den Gemeinderat, folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie kam es zur Lageeinschätzung und der entsprechenden polizeilichen Strategie? Inwiefern
    war der Gemeinderat in diesen Einschätzungen involviert? Oder geschah die Einschätzung auf
    rein polizeilicher Ebene?
  2. Inwiefern wurden die Geschehnisse auf Ebene des Gesamtgemeinderats thematisiert?
  3. Hat sich der Gemeinderat bereits Gedanken gemacht, wie zukünftig die Bevölkerung bei analoger Ausgangslage geschützt werden kann? Und wenn ja, welche?

Bern, 29. August 2019
Erstunterzeichnende: Lea Bill, Ursina Anderegg
Mitunterzeichnende: Rahel Ruch, Regula Bühlmann, Franziska Grossenbacher, Seraina Patzen, Eva Krattiger, Devrim Abbasoglu-Akturan, Leena Schmitter