Stadt nimmt Planung Gaswerkareal selber an die Hand

Der politische Druck hat gewirkt: Der Gemeinderat nimmt die Planung des Gaswerkareals selber an die Hand. Das Grüne Bündnis (GB) nimmt den Bericht des Gemeinderates mit den Eckwerten zur weiteren Planung positiv zur Kenntnis.

Das GB ist erfreut, dass die Stadt Bern die Entwicklung des Gaswerkareals selber steuern und später auch die Investierenden selber auswählen will. Gegenüber dem von ewb eingeschlagenen Weg, das Areal von der Firma Losinger Marazzi entwickeln und überbauen zu lassen, hat sich das GB stets kritisch geäussert. Der politische Druck, der durch verschiedene Vorstösse des GB aufgebaut wurde, hat gewirkt. Das GB ist auf den ersten Blick erfreut über den Bericht, den der Gemeinderat heute präsentiert.

Der Gemeinderat hat wesentliche Forderungen des GB aufgenommen: 50% des Areals stehen gemeinnützigen Wohnbauträgern zur Verfügung. Darüber hinaus will die Stadt 25% des Bauvolumens selber bauen, um damit aktiv in den Wohnungsmarkt einzugreifen und günstigen Wohnraum zu gewährleisten. Die Wohnstrategie sieht auf dem Areal innovative Wohnformen vor, welche auf die Reduktion des Wohnflächenbedarfs pro Person abzielen. Zudem will der Gemeinderat kleinteilige Baulose ermöglichen, statt einen einzigen Bauträger zu berücksichtigen, welcher 08/15-Wohnungen baut. Insgesamt will der Gemeinderat auf dem Gaswerkareal eine ökologisch und sozial wegweisende Überbauung realisieren, was den Vorstellungen des GB entspricht. Positiv am weiteren Planungsprozess findet das GB die vor der Ausschreibung des Städtebaulichen Wettbewerbs vorgesehene breite Partizipation.

Das GB begrüsst ebenfalls, dass im weiteren Prozess eine höhere Ausnützung des Areals nochmals geprüft wird. Dies entspricht den Forderungen der Zersiedelungsinitiative der Jungen Grünen. Die Innenentwicklungspotentiale der Stadt Bern müssen klug ausgeschöpft werden, ohne dass darunter die Qualität des Freiraums leidet.

Für das GB ist klar: Der Gaskessel ist eine wichtige Kulturinstitution und war bereits vor der Überbauung auf dem Gaswerkareal. Am Standort soll grundsätzlich festgehalten werden.